Politik

Trumps Favoriten vom rechten Rand Tea-Party-Mann wird CIA-Chef

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Mike Pompeo

(Foto: dpa)

Die Administration des künftigen US-Präsidenten Trump nimmt langsam Formen an. Besonders bemerkenswert ist die Personalie Mike Pompeo, der CIA-Direktor werden soll. Auch ein Justizminister ist gefunden worden.

Der designierte US-Präsident Donald Trump bastelt weiter an seiner Regierungsmannschaft. Der 70-Jährige hat seine Favoriten für zentrale Posten im Bereich Sicherheit und Justiz gefunden. Justizminister soll der besonders bei Bürgerrechtsgruppen umstrittene Senator Jeff Sessions werden, wie ein Vertreter aus Trumps Gremium zur Bildung der künftigen Regierung mitteilte. Als neuer Leiter des Auslandsgeheimdienstes CIA sei der Abgeordnete Mike Pompeo vorgesehen. Den einflussreichen Posten des Nationalen Sicherheitsberaters übernimmt der frühere General Michael Flynn, der Trump schon im Wahlkampf in Sicherheitsfragen beraten hat.

Der aus Alabama stammende Sessions gehört dem rechten Flügel der Republikaner an. Das "National Journal" sieht ihn als einen der fünf konservativsten Senatoren der Vereinigten Staaten. Der 69-Jährige hat sich wiederholt gegen jede Form der Einwanderung gewandt, bezweifelt den Klimawandel und hatte sich wiederholt Vorwürfen des Rassismus zu erwehren. Er ist seit 20 Jahren Senator und in seinem Heimatstaat sehr beliebt.

Der 52 Jahre alte Pompeo zählt zur Tea-Party-Bewegung. Er gehört dem US-Repräsentantenhaus seit 2010 an und vertritt den Bundesstaat Kansas. Pompeo war im Wahlkampf ein profilierter Kritiker der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Pompeo unterstützte FBI-Direktor James Comey öffentlich darin, kurz vor der Präsidentenwahl das Thema ihres privaten E-Mail-Servers neu anzugehen. Pompeo ist Mitglied im Geheimdienstausschuss und wird als enger Vertrauter des designierten US-Vizepräsidenten Mike Pence beschrieben.

Die Berufung Flynns zum Nationalen Sicherheitsberater war in den US-Medien erwartet worden. Der frühere Drei-Sterne-General war 2014 aus dem Militärgeheimdienst DIA entlassen worden. Flynn nannte als Grund, dass er unbequeme Wahrheiten über den Kampf gegen den Terrorismus ausgesprochen habe. Frühere Kollegen sagten dagegen, es habe Kritik an seinem Führungsstil gegeben.

Quelle: ntv.de, wne/rts/dpa

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