Politik

Kommunikation nicht abgebrochenTeheran hält Kanäle zu USA weiter offen - Warnung an Israel

03.06.2026, 22:50 Uhr
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Irans Außenminister Abbas Araghtschi. (Foto: picture alliance/dpa/Pool AP)

Gespräche über ein endgültiges Ende des Kriegs zwischen Teheran und Washington bringen bisher keinen Durchbruch. Zuletzt gibt es Berichte, wonach die Iraner den Kontakt abgebrochen haben. Der iranische Außenminister zeigt sich zwar weiter gesprächsbereit, droht aber gleichzeitig.

Irans Gesprächskanäle zu den USA sind nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weiterhin offen. "Die Kommunikation mit den Amerikanern wurde nicht abgebrochen", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim Araghtschis Äußerungen gegenüber dem pro-iranischen libanesischen Fernsehsender Al-Majadeen. Demnach wurden "Botschaften hinsichtlich der Notwendigkeit ausgetauscht, die Aggression gegen Beirut zu beenden". Im Verhandlungsprozess seien jedoch "keine greifbaren Fortschritte erzielt" worden.

Eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch ist demnach "an die Bedingung geknüpft, die Rechte des iranischen Volkes zu gewährleisten, den Krieg im Libanon zu beenden und die Spannungen in der Region einzudämmen".

Anfang der Woche hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtet, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt. Zuvor hatte die iranische Agentur Tasnim ähnlich berichtet und das Ende der indirekten Verhandlungen mit dem andauernden Krieg Israels gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon begründet.

Araghtschi äußerte sich in dem Interview mit Al-Majadeen auch über mögliche israelische Angriffe auf Ziele in Libanons Hauptstadt Beirut. Jeder Angriff Israels auf Beirut werde "schwerwiegende Folgen haben und zu einer vollumfänglichen Wiederaufnahme des Krieges führen", warnte Araghtschi laut Tasnim. Teherans Streitkräfte seien "bereit, Israel anzugreifen".

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Ungeachtet einer seit dem 17. April geltenden Feuerpause greift die von Teheran finanzierte und militärisch wie politisch aus dem Iran unterstützte Hisbollah-Miliz immer wieder Ziele in Nordisrael mit Drohnen und Raketen an. Israel attackiert im Gegenzug Ziele im Libanon aus der Luft und rückt zudem mit Bodentruppen weit im Süden des Landes vor.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Dienstag im Fall neuen Hisbollah-Beschusses auf Israel vor Angriffen auf die als Hisbollah-Hochburg geltenden südlichen Vororte von Beirut gewarnt.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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