Politik

Rakete sollte Innenstadt treffen Terrorattacke in Singapur vereitelt

AP_16111128269036.jpg

Die Skyline von Marina Bay in Singapur - das Ziel eines geplanten Anschlags von Islamisten.

(Foto: AP)

Die indonesische Polizei nimmt in Singapur sechs Terrorverdächtige fest: Sie sollen einen Anschlag auf das Herz der Millionenmetropole geplant haben. Unterstützt wurden sie dabei offenbar auch von der IS-Terrormiliz in Syrien.

Die Polizei in Indonesien hat nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag auf eines der Wahrzeichen der Millionenmetropole Singapur vereitelt. Muslimische Extremisten wollten eine Rakete von der nahe gelegenen indonesischen Insel Batam, die wenige Kilometer südlich des Stadtstaats liegt, auf Marina Bay in Singapur abfeuern, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Sechs Männer im Alter zwischen 19 und 46 Jahren seien gefasst worden. Als Anführer der Gruppe identifizierte die Polizei den Indonesier Gigih Rahmat Dewa. Er soll den Anschlag zusammen mit dem Islamisten Bahrun Naim geplant haben, der den Behörden zufolge in Syrien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpft. Wie weit die Anschlagspläne gediehen waren, blieb unklar.

Sicherheitsmaßnahmen verschärft

Marina Bay ist das Herz der Singapurer Innenstadt, unter anderem mit dem 55-stöckigen Marina-Bay-Sands-Hotel, das einen 150 Meter langen Pool auf dem Dach hat. Rund um die Marina-Bucht findet auch jedes Jahr ein nächtliches Formel-1-Rennen statt. Singapur kündigte eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen an den Küsten an. Innenminister Kasiviswanathan Shanmugam betonte, dass der Stadtstaat seit langem vor möglichen Anschlägen warne und Bedrohungen ernst nehme.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Dort wurden in den vergangenen 15 Jahren mehrere schwere Bombenanschläge verübt. Allein bei einem Attentat auf Bali wurden im Jahr 2002 mehr als 200 Menschen getötet. Seither gehen die Behörden hart gegen Extremisten vor. Sorge bereitet den indonesischen Behörden der wachsende Einfluss der IS-Miliz. Im Januar griffen mutmaßliche IS-Kämpfer mehrere Ziele in der Hauptstadt Jakarta an und töteten vier Menschen.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP

Mehr zum Thema