Politik

Europol-Bericht deckt auf Terroristen profitieren von Corona-Krise

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2020 wurden in der EU 57 Terroranschläge registriert.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Während der Corona-Krise hat die Intoleranz gegenüber Andersdenkenden zugenommen. Der perfekte Nährboden für Terroristen, so Europol. Sie nutzen die Situation aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten, heißt es in einem aktuellen Bericht der EU-Behörde.

Terroristen versuchen einem Europol-Bericht zufolge die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen. "Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren", heißt es in dem Jahresbericht zu Terrorismus in der EU, den Europol in Den Haag vorlegte.

Die Covid-19-Pandemie habe die politische Polarisierung verschärft, geht aus dem Bericht hervor. Die Intoleranz gegenüber politischen Gegnern habe zugenommen und mehr Personen würden verbal oder körperlich gewalttätig. Terroristen nutzten dies aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten.

Radikalisierung im Internet

"Das Risiko der Radikalisierung online hat zugenommen", sagte Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres. Dies treffe vor allem auf rechtsextremen Terrorismus zu. Rechtsextremisten würden sich etwa Protesten gegen staatliche Corona-Maßnahmen anschließen. Sie würden auch zunehmend über Online-Foren oder Gaming-Portale jüngere und gut ausgebildete Anhänger gewinnen.

Die größte Bedrohung in der EU geht dem Bericht nach von islamistischem Terrorismus aus. Islamisten waren 2020 für zehn Anschläge mit zwölf Toten verantwortlich. Dahinter steckten meist Einzeltäter, die von ausländischen Terrorgruppen wie dem IS beeinflusst waren.

2020 waren in der EU 57 Terroranschläge registriert worden, dazu zählt Europol auch geplante und vereitelte Attacken. 21 Menschen wurden dabei getötet und 449 Verdächtige festgenommen.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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