Politik

Abschiebung aus der Türkei Terrorverdächtige in Hamburg gelandet

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Die Bundespolizei bestätigt die Landung der Maschine aus der Türkei, an Bord eine terrorverdächtige Deutsche.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Türkei schiebt seit Wochen Menschen mit Verbindungen zu Terrororganisationen in ihre Heimatländer ab. Erneut ist nun solch ein Abschiebeflug auch in Deutschland gelandet. An Bord: eine Frau aus Norderstedt mit ihren beiden Söhnen.

Die Türkei hat eine als "ausländische Terroristenkämpferin" eingestufte Frau nach Deutschland abgeschoben. Eine Maschine mit der Verdächtigen an Bord landete am Mittwochabend auf dem Hamburger Flughafen, wie die Bundespolizei mitteilte. In dem aus Istanbul kommenden Flieger saßen nach dpa-Informationen neben der jungen Frau aus Norderstedt auch ihre beiden Söhne im Alter von zwei und vier Jahren.

Das Innenministerium in Ankara hatte zuvor über die Abschiebung von "ausländischen Terroristenkämpfern" informiert. Ein Vertreter des Ministeriums wollte sich auf Anfrage nicht zu Details äußern.

Die Hamburger Oberstaatsanwaltschaft bestätigte der "Bild"-Zeitung, dass die Frau gegen 22.00 Uhr verhaftet worden sei. Bundespolizisten hätten die 29-Jährige direkt aus dem Flieger geholt, berichtete das Blatt. Wie die dpa erfuhr, wird ihr die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Die Frau soll aus dem Gefangenenlager Ain Issa in Syrien geflohen sein.

Die Türkei schiebt seit Wochen Menschen mit angeblichen Verbindungen zu Terrororganisationen in ihre Heimatländer ab. Das türkische Militär hatte am 9. Oktober in Nordsyrien nahe der Grenze zur Türkei eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die von der türkischen Regierung als Terrororganisation betrachtet wird. Dabei wurden offiziellen Angaben zufolge auch 287 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen, darunter Frauen und Kinder. Die YPG hatte zahlreiche IS-Kämpfer und Angehörige in Haft gehalten.

Quelle: ntv.de, bad/dpa