Politik

Mordfall Walter Lübcke Todeskugel kam aus Waffe von Stephan E.

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Der mutmaßliche Täter Stephan E. sitzt seit einem Monat in Untersuchungshaft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Widerruf seines Geständnisses, den Mord am Kasseler Regierungschef Lübcke begangen zu haben, setzt Stephan E. auf Schweigen. Nun sind die mutmaßliche Tatwaffe und die tödliche Kugel untersucht worden. Die Indizien verdichten sich.

Im Fall des ermordeten Regierungspräsidenten aus Kassel, Walter Lübcke, gibt es neue Indizien, die den mutmaßlichen Täter Stephan E. belasten. Wie der "Spiegel" berichtet, ergaben die kriminaltechnischen Untersuchungen des hessischen Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes, dass die Kugel, die den Politiker tötete, aus der untersuchten Waffe stammt.

Die Waffe hatte der Verdächtige E. in einem Erddepot versteckt, zu dem er die Ermittler selbst führte. Es befand sich auf dem Gelände seines Arbeitgebers. In dem Erdloch seien noch weitere Schusswaffen, wie etwa eine Maschinenpistole und eine Pumpgun, gefunden worden. Der mutmaßliche Täter hatte die Tat erst gestanden, nach einem Wechsel seines Verteidigers dann aber widerrufen. Die aktuellen Ergebnisse belasten ihn erneut.

Die nun vorliegende Bewertung der Schussgutachter sei ein starkes Indiz dafür, dass E. über Wissen verfüge, das so nur der Täter haben könne - oder jemand, der in den Mord involviert sei, schreibt der "Spiegel". Nach derzeitigem Stand werde wahrscheinlich Anklage beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main erhoben. Zunächst müsse man jedoch die Ermittlungen des Generalbundesanwalts abwarten.

Quelle: n-tv.de, joh