Politik

Anschläge auf Schweizer Firma Todesstrafe für mutmaßlichen Al-Kaida-Mann

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Feuerwehrleute löschen einen Brand nach dem Anschlag 2004 in Janbu.

(Foto: REUTERS)

2004 sterben bei einem Al-Kaida-Anschlag auf ein schweizerisches Ingenieurbüro in Saudi-Arabien sechs Menschen. Zwölf Jahre später fällt die saudische Justiz das Urteil. Der Angeklagte muss sterben.

In Saudi-Arabien ist Medienberichten zufolge ein Mann wegen eines Al-Kaida-Angriffs auf eine Schweizer Firma zum Tode verurteilt worden. Bei der Attacke auf das Ingenieurunternehmen ABB Lummus Global in Janbu waren 2004 zwei US-Bürger, zwei Briten, ein Kanadier, ein Australier und ein Saudi ums Leben gekommen. Auch drei der vier Angreifer starben.

Der nun verurteilte Mann sei an dem Anschlag beteiligt gewesen, hieß es in mehreren lokalen Medien. Den früheren Berichten zufolge handelte es sich beim vierten Angreifer um einen einheimischen Täter. Eine Stellungnahme des Justizministeriums lag zunächst nicht vor.

Bei Angriffen des Islamisten-Netzwerks Al-Kaida auf Ausländer aus dem Westen und staatliche Ziele starben in dem Königreich von 2003 bis 2006 Hunderte Menschen. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und Hunderte Kämpfer zu Gefängnisstrafen oder zum Tode verurteilt. Nach einer Massenhinrichtung von Al-Kaida-Mitgliedern zum Jahresanfang hatte die Extremistengruppe Vergeltung angekündigt. Seit 2014 verübt die Miliz Islamischer Staat (IS) - Rivalen der Al-Kaida - Anschläge in Saudi-Arabien.

Quelle: n-tv.de, bdk/rts

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