Politik

Verhältnis eher angespannt "Tropen-Trump" Bolsonaro gratuliert Biden

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Bolsonaro verliert mit Trump einen Freund im Weißen Haus.

(Foto: dpa)

Brasiliens rechtsextremer Regierungschef Bolsonaro hatte auf eine zweite Amtszeit von Trump gehofft. Nun muss auch er sich den Tatsachen beugen. Als einer der letzten Staatschefs beglückwünscht auch Bolsonaro seinen künftigen Kollegen Biden zum Wahlsieg.

Später als viele andere Staats- und Regierungschefs hat nun auch der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seinem künftigen US-Kollegen Joe Biden zu dessen Wahlsieg gratuliert. Bolsonaro zitierte die amerikanische Nationalhymne und schrieb auf Twitter: "Mit den besten Wünschen und der Hoffnung, dass die USA weiterhin das "Land der Freien und die Heimat der Tapferen" sein werden." Er sei bereit, mit der neuen Regierung zu arbeiten und der Allianz zwischen Brasilien und den USA Kontinuität zu geben.

Im Wahlkampf hatte der rechtsextreme Bolsonaro US-Präsident Donald Trump als seinen Verbündeten offen unterstützt und angekündigt, zum Beginn von dessen zweiter Amtszeit nach Washington zu reisen. Biden gratulierte er erst jetzt, nachdem Wahlleute in den Bundesstaaten den Sieg des Demokraten über Trump bestätigt hatten und an der Amtsübergabe nicht mehr zu rütteln ist. US-Medien hatten Biden am siebten November zum Wahlsieger erklärt.

Der brasilianische Präsident ist seit Beginn 2019 im Amt. Seine Regierung hat sich von Anfang an zu einer klar pro-amerikanischen Linie bekannt. Bolsonaro hat wegen seiner populistischen Äußerungen und seinem teils konfrontativen Auftreten in Medien und der Öffentlichkeit auch den Beinamen "Tropen-Trump" erhalten.

Von Biden dürfte Bolsonaro wegen der Abholzung und den Bränden in Brasiliens Amazonas-Gebiet vor allem in der Umwelt- und Klimapolitik Gegenwind bekommen. Im Falle einer weiteren Zerstörung hatte der damalige US-Präsidentschaftskandidat "erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen" angekündigt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa