Politik

Polizei warnt vor Terroranschlag Trump-Anhänger "wollen Kapitol in die Luft jagen"

Nach dem Putschversuch am 6. Januar träumen Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Trump offenbar weiter davon, die Demokratie anzugreifen. Die Chefin der Kapitol-Polizei berichtet davon, dass ein Terroranschlag auf Staatschef Biden geplant sei.

Anhänger von Ex-US-Präsident Donald Trump spielen nach Polizeiangaben offen mit dem Gedanken, einen schweren Anschlag auf das Kapitol in Washington mit zahlreichen Toten zu verüben. Angehörige von Milizen "haben ihren Wunsch geäußert, dass sie das Kapitol in die Luft jagen und so viele (Kongress-)Mitglieder wie möglich umbringen wollen", teilte die kommissarische Chefin der für das Parlament zuständigen Polizei, Yogananda Pittman, mit.

Als Zeitpunkt für das Vorhaben sei die anstehende Rede von Trumps Nachfolger Joe Biden vor beiden Kongresskammern genannt worden. Ein konkreter Termin für diese einmal pro Jahr gehaltene Ansprache, in der sich der Präsident traditionell zur Lage der Nation äußert, steht noch nicht fest. Normalerweise findet sie in den ersten Monaten des Jahres statt.

Angesichts der Erkenntnisse sei es ratsam, die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen beizubehalten, sagte Pittman. Zwar sei grundsätzlich geplant, die im Anschluss an den Angriff auf das Kapitol errichteten Zäune wieder abzubauen und auch der Öffentlichkeit den Zugang zum Gelände wieder zu ermöglichen - allerdings erst, wenn diese Bedrohungen ausgeschlossen werden könnten.

Bei den Personen, die sich entsprechend geäußert hätten, handle es sich um Milizen-Mitglieder, die bereits beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar dabei waren. Damals waren Trump-Anhänger scharenweise und gewaltsam in das Kapitol eingedrungen in der Absicht, die Senatoren und Abgeordneten daran zu hindern, Bidens Sieg bei der Präsidentenwahl offiziell zu bestätigen. Vielfach wurde der Angriff deshalb auch als Putschversuch eingestuft.

Mehrere Menschen starben während des beispiellosen Angriffs, der weltweit für Entsetzen sorgte. Mehr als 200 Menschen wurden bislang wegen ihrer Rolle bei den Ausschreitungen angeklagt, darunter einige mit Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen.

Quelle: ntv.de, tsi/rts

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