Landesweite LuftangriffeTrump: Bodentruppen im Iran wären "Zeitverschwendung"

Luftangriffe auf den Iran enden für die USA und Israel erfolgreich: Das iranische Oberhaupt Chamenei ist tot, Infrastruktur des Regimes zerstört. Noch einen Schritt weitergehen will US-Präsident Trump derzeit nach eigenen Angaben nicht. Der Beschuss des Landes geht aber unvermindert weiter.
US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine Entsendung von Bodentruppen in den Iran. "Das wäre Zeitverschwendung", sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview. "Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können."
Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als "verschwendeten Kommentar". Die USA und Israel hatten am vergangenen Samstag massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion.
Teheran, Isfahan und Ghom angegriffen
Am siebten Tag des Krieges melden iranische Medien wieder landesweite Angriffe. Nahe der Metropole Isfahan im Zentraliran seien drei Kleinstädte bombardiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Im Osten der Stadt selbst kam es demnach ebenfalls zu Luftangriffen. Mehrere Menschen seien verletzt, Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt worden. Auch in der dicht besiedelten Hauptstadt Teheran, in der rund 15 Millionen Menschen leben, meldeten Bewohner am frühen Morgen eine neue Angriffswelle.
Augenzeugen zufolge war das Donnern von Kampfflugzeugen in niedriger Flughöhe über den Dächern zu hören. Rund 150 Kilometer südlich von Teheran seien außerhalb der Pilgerstadt Ghom, dem spirituellen Zentrum Irans, zwei Militärstützpunkte bombardiert worden, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf das Gouverneursamt. Die Militärkräfte seien nicht zu Schaden gekommen.
Die Zivilbevölkerung ist dabei immer mehr von den Folgen der Angriffe betroffen, die Israel und die USA am Samstag begonnen hatten. Die iranische Rothalbmondgesellschaft veröffentlichte Fotos zerstörter Wohnhäuser aus den großen Städten. Auch ein Stützpunkt der Organisation wurde schwer beschädigt, wie auf Bildern zu sehen ist.
Iranisches Militär beschießt Israel
Die iranischen Streitkräfte feuerten ihrerseits erneut Raketen auf Israel. In Israel wurde Luftalarm ausgelöst.
In Tel Aviv waren Explosionen zu hören. Reporter berichteten am Morgen von acht Explosionen in der israelischen Küstenstadt. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden bislang keine Opfer gemeldet.