Politik

Teheran macht GegenvorschlagTrump: Iran ließ zehn Öltanker durch Straße von Hormus

26.03.2026, 18:52 Uhr
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US-Präsident Donald Trump während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus flankiert von Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth (rechts). (Foto: AFP)

Die Fronten im Iran-Krieg scheinen festgefahren zu sein. Zuletzt gibt es widersprüchliche Angaben zu Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Nun folgen auf Vorschläge der Trump-Regierung laut einem Bericht Gegenvorschläge des Mullah-Regimes.

Das iranische Regime hat den Worten des US-Präsidenten Donald Trump zufolge zehn Öltanker die Straße von Hormus passieren lassen. Darunter seien Schiffe unter pakistanischer Flagge gewesen, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Der US-Präsident hatte am Dienstag von einem "Geschenk" des Irans an die USA gesprochen. Mit diesem wolle Teheran zeigen, dass man ernsthaft an Verhandlungen interessiert sei, so Trump. Bei den durchgelassenen Tankern handelt es sich demnach um das "Geschenk".

Trump sagte, die Iraner hätten angeboten, die Tanker die Meerenge passieren zu lassen, "um euch zu zeigen, dass wir es ernst meinen und verlässlich sind". Er habe sich gefreut, zu hören, dass die Tanker die Wasserstraße unversehrt durchqueren konnten. "Ich denke, wir haben es mit den richtigen Leuten zu tun", fügte Trump hinzu. Zugleich wirft er dem Land vor, eine Maut für die Durchfahrt zu erheben. Dies dürfe der Iran eigentlich nicht tun. Trump hatte Anfang der Woche erklärt, die iranischen Unterhändler hätten den USA im Vorfeld der Gespräche ein Geschenk als Zeichen des guten Willens angeboten, ohne zu sagen, worum es sich bei dem Geschenk handelt.

Nun soll der Iran laut einem Medienbericht mit einem Gegenvorschlag auf den von der US-Regierung vorgelegten 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges am Golf geantwortet haben. Die iranische Reaktion auf den US-Plan sei Washington am Mittwochabend über Vermittler übersandt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Zuvor hatten die USA laut Medienberichten der Führung in Teheran über pakistanische Vermittler einen 15-Punkte-Plan zukommen lassen. Dieser sieht den Berichten zufolge die Wiedereröffnung der weitgehend gesperrten Straße von Hormus für den Schiffsverkehr sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen demnach die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

Dem Tasnim-Bericht zufolge legte die iranische Regierung einen fünf Punkte umfassenden Gegenvorschlag vor. Dieser fordere ein Ende der "Aggression" gegen den Iran, die Schaffung eines Mechanismus, der die USA und Israel von einem erneuten Krieg abhalten soll, finanzielle Wiedergutmachung für die Kriegsschäden und ein Ende der Kämpfe an allen Fronten.

Dies würde heißen, dass Israel auch den Kampf gegen die proiranische Hisbollah im Libanon und möglicherweise auch gegen die Hamas im Gazastreifen einstellen soll. Zudem fordere die iranische Führung, dass ihr die Aufsichtshoheit über die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus zuerkannt wird.

Quelle: ntv.de, gut/DJ/AFP/rts

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