Politik

Baustart in nächsten WochenTrump-Regierung will Triumphbogen ohne Genehmigung errichten

04.09.2026, 11:27 Uhr
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Der Triumphbogen soll rund 76 Meter hoch werden. (Foto: REUTERS)

Donald Trump treibt sein nächstes Bauprojekt mit voller Kraft voran: Bereits in den nächsten zwei Wochen sollen die Arbeiten für einen gigantischen Triumphbogen in der Hauptstadt beginnen. Sein Innenminister jubelt.

Die Trump-Regierung möchte innerhalb der nächsten zwei Wochen mit dem Bau eines Triumphbogens in der Hauptstadt Washington beginnen. "Nach einer sehr langen Wartezeit (über 125 Jahre!) bereiten wir uns darauf vor, in den nächsten zwei Wochen mit den für den Großen Triumphbogen erforderlichen Arbeiten zu beginnen", schreibt Innenminister Doug Burgum auf X. "Dies wird eines der großartigsten Bauwerke der amerikanischen Architektur sein, das die Geschichte und Bedeutung des Arlington-Friedhofs würdigt und der mächtigsten Hauptstadt der Welt gerecht wird."

Der Triumphbogen soll in Anlehnung an den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten 250 Feet (rund 76 Meter) groß werden. Damit wäre er deutlich höher als der Arc de Triomphe in der französischen Hauptstadt Paris. Vergangene Woche hatte der National Park Service einen Abschlussbericht veröffentlicht, in dem festgehalten wurde, dass der Bogen die symbolische Bedeutung Dutzender anderer historisch bedeutender Stätten in Washington beeinträchtigen würde.

Trumps Pläne haben bisher noch keine endgültige Genehmigung durch die National Capital Planning Commission erhalten, die für Bauprojekte auf Bundesgrundstücken in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten zuständig ist. Auch die Prüfung des Baus mit Blick auf das Gesetz zum Schutz historischer Stätten, einer weiteren Vorschrift, ist noch nicht abgeschlossen, berichtet die "New York Times".

Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit bereits mehrfach Bauvorhaben gestartet, ohne dabei die Zustimmung des Kongresses oder anderer zuständiger Gremien einzuholen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Supreme Court den Weg freigemacht für den bereits im Bau befindlichen Ballsaal. Dieser wird anstelle des abgerissenen East Wings des Weißen Hauses errichtet.

Dabei entschieden die Richter jedoch nicht über die Zulässigkeit des Projekts an sich. Aus Sicht des Gerichts hatte die Denkmalschutzorganisation, die das Projekt verhindern wollte, keine Klageberechtigung. Die drei liberalen Richter sowie der konservative Vorsitzende John Roberts widersprachen der Entscheidung. Sie schrieben in ihrer Einlassung, der Bau sei "wahrscheinlich illegal".

Quelle: ntv.de, lme

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