"Er war in einer Festung"Trump beschreibt Ablauf der Maduro-Entführung

Der US-Präsident ist hochzufrieden mit dem Einsatz seines Militärs in Venezuela: Dabei sei kein Mitglied der eigenen Kräfte getötet worden, so Trump. Für ihn war der Einsatz nach eigenen Angaben wie eine "Fernsehshow".
Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in einem stark bewachten, festungsartigen Gebäude gefangen genommen worden. "Er war in einer Festung", sagte Trump bei Fox News. Bei dem Militäreinsatz sei kein US-Bürger getötet worden, was "erstaunlich" sei. "Ein paar Männer wurden getroffen, aber sie sind zurückgekommen und offenbar in ziemlich guter Verfassung."
Trump sagte in dem Telefoninterview zudem, Maduro solle kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Er werde niemandem erlauben, "dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat", sagte Trump mit Blick auf Maduro. "Wir werden uns sehr stark einbringen. Und wir wollen Freiheit für das Volk".
Nach eigenen Angaben verfolgte Trump den Einsatz der Delta Forces in Venezuela live. Er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet - es sei gewesen, "wie in eine Fernsehsendung zu schauen", so der Republikaner.
Trump: "Es war unglaublich"
Er sprach von einem sehr komplexen Manöver und lobte die beteiligten Einheiten: "Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten - es war unglaublich." Nach seinen Worten durchbrachen US-Soldaten unter anderem speziell gesicherte Stahltüren; zudem habe eine große Zahl von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets bereitgestanden.
Ein Interesse der USA in einem Post-Maduro-Venezuela ist offensichtlich auch die Ölwirtschaft des Landes. "Nun, ich sehe, dass wir sehr stark daran beteiligt sein werden. Das ist alles. Was soll ich sagen? Wir haben die größten Ölkonzerne der Welt", so Trump.
Maduro und seine Ehefrau seien nach ihrer Gefangennahme mit einem Hubschrauber zu einem Schiff geflogen worden und sollten nach New York gebracht werden. Dort seien sie bereits angeklagt worden, sagte der US-Staatschef.
US-Justizministerin Pam Bondi hatte zuvor mitgeteilt, Maduro und seiner Frau solle wegen Vorwürfen des Drogenhandels und des Terrorismus der Prozess gemacht werden. Beide würden bald mit "dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden", schrieb Bondi bei X.