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"Sollte besser vorsichtig sein" Trump droht Iran erneut im Atomstreit

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US-Präsident Donald Trump ist sich sicher: Der Iran macht viele "schlimme Dinge".

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Iran-Konflikt verschärft sich der Ton weiter. Nach der Ankündigung Teherans, die Urananreicherung schrittweise erhöhen zu wollen, drohen nun die USA: Laut Präsident Trump werde ein Verstoß gegen das Atomabkommen negative Konsequenzen für die Islamische Republik haben.

Mit einer neuen Warnung hat US-Präsident Donald Trump auf die jüngste Entwicklung im Atomkonflikt mit dem Iran reagiert: "Der Iran sollte besser vorsichtig sein", sagte er vor Journalisten im Bundesstaat New Jersey. Das Land mache viele "schlimme Dinge", fügte er hinzu und bekräftigte, dass die Führung in Teheran niemals Atomwaffen besitzen werde.

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Trumps Außenminister Mike Pompeo fand deutlichere Worte: "Die jüngste Ausweitung des iranischen Atomprogramms wird zu weiterer Isolation und Sanktionen führen", twitterte er. "Ein iranisches Regime, das mit Atomwaffen ausgerüstet ist, würde eine noch größere Gefahr für die Welt darstellen", betonte Pompeo.

Die Führung in Teheran hatte zuvor verkündet, die Urananreicherung je nach Bedarf schrittweise auf 5 bis 20 Prozent zu erhöhen. Auf 90 Prozent hoch angereichertes Uran kann für Nuklearwaffen benutzt werden.

Das zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland und dem Iran 2015 vereinbarte Atomabkommen sollte Teheran am Bau einer Atombombe hindern. Das iranische Atomprogramm wurde massiv eingeschränkt und überwacht, im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gegen das Land aufgehoben.

Die USA stiegen 2018 einseitig aus der Vereinbarung aus. US-Präsident Donald Trump verhängte zudem Sanktionen gegen das Land, die jedem wirtschaftliche Nachteile androhen, der iranisches Öl kauft. Damit will er die Einnahmen der Islamischen Republik drastisch vermindern und Teheran politisch gefügiger machen.

Der Iran sieht seine mit dem Abkommen verbundenen wirtschaftlichen Hoffnungen völlig enttäuscht. Vor zwei Monaten hatte Teheran deshalb angekündigt, in Stufen aus dem Deal auszusteigen.

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Quelle: n-tv.de, hny/dpa/AFP

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