Politik

Keine Hilfe im Iran-KriegTrump droht Nato-Verbündeten vor Rutte-Besuch

23.06.2026, 04:58 Uhr
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Vor seinem Alleingang gegen den Iran hatte sich Trump nicht um Bündnisse bemüht. (Foto: REUTERS)

Die Enttäuschung über ausbleibenden Beistand im Krieg gegen den Iran wirkt beim US-Präsidenten nach. Kurz vor dem Besuch von Nato-Chef Rutte in Washington wirft der US-Präsident Verbündeten mangelnde Unterstützung vor.

Kurz vor einem Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington hat US-Präsident Donald Trump mehreren europäischen Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Die USA gäben Hunderte Millionen Dollar aus, um europäische Staaten vor Russland zu schützen, sagte er im Weißen Haus. Als Washington selbst Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner jedoch nicht für die Vereinigten Staaten da gewesen.

Konkret nannte Trump dabei Großbritannien, Deutschland und Italien. "Wir haben all dieses Geld ausgegeben. Und wenn wir dann vielleicht bei Kleinigkeiten um Hilfe bitten ... dann sagen sie: Nein, wir helfen lieber nicht", kritisierte Trump. US-Regierungsvertreter hatten Nato-Verbündeten bereits zuvor mehrfach vorgeworfen, die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstützt zu haben. 

Trump stellte nun auch amerikanische Sicherheitszusagen für Europa indirekt infrage. Die Antwort der Nato-Partner sei "dumm" gewesen, sagte er. "Wir können ihnen das ebenfalls entgegnen, wenn wir wollen - und das tun wir womöglich auch."

Washington drängt seit Längerem - und besonders lautstark seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 - darauf, dass insbesondere die europäischen Nato-Staaten mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisgebiets übernehmen. Die USA haben in diesem Zusammenhang angekündigt, ihre Truppenpräsenz in Europa zu reduzieren. Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird von Dienstag bis Donnerstag in Washington erwartet. Geplant ist unter anderem ein Treffen mit Trump im Weißen Haus. Auch Gespräche mit anderen ranghohen Regierungsvertretern sind vorgesehen.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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