Politik

Wenn Katar wieder getroffen wirdTrump droht dem Iran mit Zerstörung von komplettem Gasfeld

19.03.2026, 04:56 Uhr
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Trump schreibt einen wütenden Post auf Truth Social, nachdem der Iran Katars Gasindustrie in der Nacht erneut bombardiert hat. (Foto: AP)

Mit martialischen Drohungen versucht US-Präsident Trump, die Eskalation im Nahen Osten zu stoppen. Israel werde Irans Gasanlagen nicht mehr angreifen, wenn Teheran die Bombardements von Katar einstelle. Andernfalls werde das US-Militär das iranische Gasfeld "South Pars" zerstören.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds "South Pars" gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff "mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat". Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange der Iran Katar nicht weiter attackiere.

Israel habe das "South Pars"-Gasfeld am Mittwoch "aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten" angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er. Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran "ungerechtfertigt und unfair" Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.

Trump: Vorerst keine weiteren Angriffe Israels

"ES WERDEN KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen", schrieb der US-Präsident weiter, teils in Großbuchstaben. Es sei denn, "der Iran beschließt unklugerweise, einen völlig Unschuldigen anzugreifen, in diesem Fall Katar". Dann werde es - mit oder ohne Hilfe Israels - einen massiven Angriff geben. Er betonte, er wolle ein solches Ausmaß der "Gewalt und Zerstörung" wegen der langfristigen Konsequenzen für den Iran eigentlich nicht anordnen.

Das weltgrößte Gasfeld "South Pars", das der Iran und Katar getrennt ausbeuten, liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Nach Israels Angriff im Iran wurden Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt.

Iran greift Katars Flüssiggasanlagen an

Am frühen Morgen seien im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen worden, was zu "bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden" führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf X mitteilte. Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein. Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Katar gehört zu den größten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird.

Staaten am Persischen Golf wie Katar, die US-Stützpunkte und -Einrichtungen beherbergen, werden infolge des Iran-Kriegs immer wieder Ziel iranischer Angriffe. Die USA und Israel haben im Iran bereits Tausende Ziele angegriffen, vor allem aus der Luft. Nach den jüngsten Attacken erklärte Katar die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen und verwies sie des Landes.

Saudi-Arabien forderte den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten auf. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Außenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad. Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. "Ich hoffe, dass sie die Botschaft verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen", wurde der saudische Minister zitiert.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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