"Sehr heftige" Angriffe geplantTrump droht mit Einnahme von Insel Kharg und Kontrolle über Irans Öl

Trump macht immer mehr Druck auf den Iran in den stockenden Verhandlungen um ein Rahmenabkommen zum Krieg. Der US-Präsident nimmt den iranischen Ölmarkt ins Visier und will "in nicht zu ferner Zukunft" die Ölinsel Kharg einnehmen. Außerdem kündigt er besonders harte Angriffe für die Nacht an.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit neuen Angriffen gedroht - auch auf die Ölinsel Kharg. Die USA würden den Iran am Donnerstagabend "sehr heftig" angreifen, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "In nicht zu ferner Zukunft" würden die US-Streitkräfte zudem die strategisch wichtige "Insel Kharg und andere Ölinfrastruktur-Orte einnehmen", fügte er hinzu.
Nach Einschätzung von verschiedenen Militärexperten würde eine Einnahme von Kharg Bodentruppen erfordern. Einen solchen riskanten Einsatz hatte Trump bisher nicht befohlen. Die USA führen nach Angaben von Präsident Donald Trump allerdings auch weiterhin Gespräche mit dem Iran. "Sie verhandeln mit uns über ein Abkommen, aber sie sind stolz", sagte Trump in einem Interview des US-Senders Fox News.
Auf der Insel Kharg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen. Dort wird fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen. Sie ist daher von strategisch großer Bedeutung. Ende März hatte Trump gedroht, Kharg zu "vernichten", sollte der Iran die Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr freigeben.
Bereits Mitte März hatte Trump erklärt, die US-Luftwaffe habe militärische Ziele auf der Insel angegriffen und "vollständig ausradiert". Der Iran bestätigte dies nicht. Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb uneingeschränkt weiter.
In den vergangenen Tagen war es angesichts stockender Verhandlungen erneut zu Angriffen zwischen den USA und dem Iran gekommen. Das US-Militär griff Ziele im Iran an, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait. Das iranische Außenministerium nannte die im April vereinbarte Feuerpause danach "praktisch bedeutungslos".