Politik

Warnung an die Revolutionsgarden Trump droht mit Vernichtung iranischer Boote

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Präsident Trump hat die US-Marine angewiesen, iranische Boote zu zerstören, die amerikanische Schiffe bedrängen.

(Foto: AP)

Vergangene Woche kommen sich US-Kriegsschiffe und Boote der iranischen Revolutionsgarden im Persischen Golf gefährlich nahe. Präsident Trump will solche Provokationen nicht auf sich beruhen lassen. Auf Twitter droht er mit Angriffen auf Marineeinheiten der islamischen Republik.

Nach einem Zwischenfall im Persischen Golf hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden gedroht. Trump schrieb auf Twitter, er habe die US-Marine angewiesen, alle iranischen Boote zu zerstören, die amerikanische Schiffe bedrängen.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte die US-Marine mitgeteilt, elf Boote der Iranischen Revolutionsgarden hätten sich wiederholt "gefährlich" und "provozierend" amerikanischen Kriegsschiffen genähert. In der Mitteilung hieß es, die Boote hätten sich den sechs US-Schiffen im Norden des Persischen Golfes mit hoher Geschwindigkeit teils bis auf etwa neun Meter genähert. Das US-Militär habe mit Ausweichmanövern eine Kollision verhindert.

Die Boote der iranischen Militäreinheit hätten während des etwa eine Stunde dauernden Zwischenfalls weder auf Funksignale noch auf Warnsignale reagiert. Mit ihrem provozierenden Verhalten hätten sie gegen Sicherheitsregeln der Schifffahrt und gegen internationales Recht verstoßen. Der Zwischenfall ereignete sich den US-Angaben zufolge in internationalen Gewässern während einer Übung, an der auch Kampfhubschrauber des Typs Apache beteiligt waren.

Nach dem Zwischenfall teilten die Revolutionsgarden mit, ihre Patrouillenfahrten im Persischen Golf zu verstärken. Dies geschehe zum Schutz der iranischen Schifffahrt und als Reaktion auf das jüngste Vorgehen der USA, verbreitete die Elite-Einheit der Islamischen Republik am Sonntag. Washington sollte sich an die internationalen Regeln halten und auf jegliche "Abenteuer sowie falsche und gefälschte Geschichten" verzichten. Der Iran werde auf "jeden Fehler" der USA im Golf eine entschlossene Antwort geben, erklärten die Revolutionsgarden.

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind derzeit nicht nur wegen des Atomstreits besonders angespannt. Anfang Januar hatten die USA den iranischen Top-General Kassem Soleimani bei einem Drohnenangriff im Irak getötet. Der Iran reagierte mit einem Raketenangriff auf einen Militärstützpunkt im Irak, auf dem US-Soldaten stationiert waren. Die USA haben Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/rts