Politik

"Tolle Meldungen" aus Syrien Trump erwartet Sieg gegen IS in 24 Stunden

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Trump zufolge gibt es "viele tolle Meldungen" zu Syrien.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Trump kündigt erneut den baldigen Sieg gegen den IS in Syrien an: Das Ende des Kalifats ist nach nach seinen Worten nur noch eine Frage von Stunden. Dafür bekommt er erneut Widerspruch aus den Reihen seiner eigenen Generäle.

US-Präsident Donald Trump rechnet binnen 24 Stunden mit einem Sieg über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Es gebe "viele tolle Meldungen" zu Syrien und "unserem Erfolg bei der Auslöschung des Kalifats", sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Er stellte dabei in Aussicht, den Sieg über den IS innerhalb der bevorstehenden 24 Stunden verkünden zu können.

Die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten am Wochenende die "finale Offensive" gegen die letzte Bastion des IS im Osten Syriens gestartet. Dort wurden die Dschihadisten in den vergangenen Tagen laut SDF auf eine Fläche von nur einem Quadratkilometer zurückgedrängt.

Der IS hatte 2014 weite Teile Syriens und des Irak unter seine Kontrolle gebracht und ein "Kalifat" ausgerufen. Zu der internationalen Koalition von Staaten, die gegen den IS kämpft oder den Kampf unterstützt, gehören neben der Führungsmacht USA eine Reihe europäischer Länder, Australien und Kanada sowie mehrere arabische Staaten. Im Irak gilt der IS bereits als besiegt.

Im Dezember hatte Donald Trump angekündigt, alle 2000 US-Truppen aus Syrien abziehen zu wollen. Dies war eines seiner Wahlkampfversprechen gewesen. Trumps Ankündigung des Abzugs aus Syrien hatte national wie international große Irritationen ausgelöst. Einen Zeitplan dafür hatte er nicht vorgelegt. Nach viel Kritik war Trump davon abgerückt, dass der IS bereits komplett besiegt sei

Der Top-General der US-Truppen im Nahen Osten, Joseph Votel, sagte dem Fernsehsender CNN mit Blick auf die Entscheidung die US-Truppen aus Syrien abzuziehen: "Ich hätte das nicht vorgeschlagen, offen gesagt." Das Kalifat des Islamischen Staates verfüge weiter über Anführer, Kämpfer, Unterstützer und Ressourcen. Deshalb sei fortdauernder militärischer Druck gegen das Netzwerk nötig.

Um den IS für besiegt erklären zu können, müsse gesichert sein, dass die Terrororganisation nicht die Fähigkeiten besitze, Anschläge auf die USA oder seine Verbündeten zu planen oder zu steuern, sagte Votel. Er betonte aber: "Sie haben weiter diese sehr mächtige Ideologie, also können sie inspirieren." Er mahnte auch, die von Kurden angeführten und von den USA unterstützten SDF bräuchten weiter Hilfe im Kampf gegen den IS.

Quelle: ntv.de, agr/AFP