Politik

Minnesota geht an Biden Trump gewinnt Swing States Florida und Ohio

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Bisher gab es bei den Wahlentscheidungen keine Überraschungen.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Die Battleground States machen ihren Namen alle Ehre: Donald Trump und Joe Biden liefern sich in den umkämpften US-Staaten ein enges Rennen. Medienberichten zufolge holt Trump im Schlüsselstaat Florida den Sieg, Biden sichert sich Minnesota.

US-Präsident Donald Trump hat bei der Präsidentschaftswahl nach Prognosen von Fernsehsendern die wichtigen Swing States Florida und Ohio gewonnen. Die Sender Fox News, NBC und CNN riefen den Amtsinhaber zum Sieger im Schlüsselstaat Florida aus, der mit 29 Wahlleuten einer der wichtigsten umkämpften Bundesstaaten ist. Für Trump ist es ein wichtiger Etappensieg. Ohne den Staat wäre sein Weg zu 270 für den Sieg nötigen Wahlleuten äußerst schwierig geworden. Auch Ohio mit 18 Wahlleuten geht den Berichten zufolge an Trump. Grundlagen sind Wählerbefragungen und erste Stimmauszählungen. Es ist ein wichtiger Erfolg für den republikanischen Kandidaten im Rennen für eine Wiederwahl.

Der demokratische Herausforderer Joe Biden geht dagegen den Medienberichten zufolge als Gewinner im Swing State Minnesota hervor. Dieser gilt traditionell als sogenannter Battleground State, in dem ein Sieg weder für die Republikaner noch Demokraten sicher als gilt. 2016 konnte sich die Demokratin Hillary Clinton dort mit knappem Vorsprung vor Trump die zehn Stimmen der Wahlmänner und Wahlfrauen sichern.

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Zudem hat der republikanische Kandidat Trump den Medienberichten zufolge erwartungsgemäß in den Bundesstaaten Indiana und Kentucky gewonnen. Mehrere Sender riefen den Amtsinhaber wie erwartet zum Sieger in den beiden konservativen Bundesstaaten im Mittleren Westen aus.

Indiana (elf Wahlleute) war der erste Bundesstaat, in dem ein Gewinner ausgerufen wurde. Kurz darauf folgte Kentucky, damit erhält Trump die Stimmen von acht weiteren Wahlleuten. Auch 2016 lag Trump in Kentucky weit vorn. Zusätzlich holte der US-Präsident laut CNN die Bundesstaaten Mississippi, Wyoming, Utah, Kansas, Alabama, South Carolina, Arkansas, Oklahoma, Tennessee, South und North Dakota und West Virginia und damit insgesamt 74 weitere Wahlmänner und -frauen.

Biden gewinnt in Vermont

Derweil hat Biden ebenfalls erwartungsgemäß den Bundesstaat Vermont gewonnen. Der kleine Bundesstaat im Nordosten mit drei Wahlleuten geht seit Jahrzehnten an die Demokraten. Hillary Clinton lag dort 2016 mit mehr als 25 Prozentpunkten Vorsprung vor dem Wahlsieger Donald Trump. Aktuelle Umfragen sahen den Demokraten Biden dort zuletzt klar in Führung.

Außerdem gewann Biden laut CNN-Prognosen - ohne Überraschungen - in Kalifornien, Washington State, Oregon, New Hampshire, New Mexico, Colorado, Connecticut, New York, New Jersey, Delaware, DC, Maryland und Massachusetts. Dadurch holte er insgesamt 169 weitere Wahlleute.

Bei den Wahlen in den USA haben außerdem die Wahllokale in Georgia, South Carolina und Virginia komplett geschlossen. Auch in weiten Teilen Floridas endete für Wähler am Mittwoch um 1 Uhr deutscher Zeit die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. An vielen Orten der USA hatten sich am Wahltag am Dienstag Schlangen vor den Wahllokalen gebildet. Wähler, die zur Schließung der Wahllokale noch anstanden, durften ihre Stimme noch abgeben.

Weitere Swing States folgen

Im Rennen zwischen Trump und Biden richtet sich der Fokus weiter auf die besonders umkämpften Staaten, in denen die Mehrheiten immer wieder zwischen Demokraten und Republikanern wechseln. Zu den wichtigen Swing States zählen neben Ohio unter anderem Florida, wo 29 Wahlleute an den Gewinner vergeben werden, Pennsylvania (20) und North Carolina (15). Umfragen deuteten aber auch ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Texas an. Der bevölkerungsreiche südliche Bundesstaat mit 38 Wahlleuten geht seit Jahrzehnten an Republikaner. In Umfragen lag Trump nur sehr knapp vor Biden. In diesen Staaten schließen die Wahllokale später.

Die Wahlleute wählen stellvertretend für das amerikanische Volk den US-Präsidenten und seinen Vize. Bei den vergangenen Präsidentenwahlen stand der Sieger meist noch in der Wahlnacht fest, dieses Mal könnte es deutlich länger dauern. Experten gehen davon aus, dass wegen der Corona-Pandemie wesentlich mehr Menschen per Briefwahl abgestimmt haben.

Zeitgleich mit der Präsidentenwahl wurde auch über die Zusammensetzung des US-Kongresses abgestimmt. Zur Wahl standen alle 435 Mandate im Repräsentantenhaus sowie rund ein Drittel der 100 Sitze im Senat. In den Bundesstaaten gab es zudem viele Volksabstimmungen.

Quelle: ntv.de, cri/dbe/dpa