Politik

Michelle Obama wirbt für Biden "Trump ist der falsche Präsident für unser Land"

Auf dem Parteitag der Demokraten soll Joe Biden zum Präsidentschaftskandidaten bestimmt werden. Und er hat prominente Fürsprecher. Neben Bernie Sanders wirbt auch Michelle Obama für ihn - dabei zerlegt sie außerdem die bisherige Präsidentschaft von Donald Trump.

Auf dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten hat sich Michelle Obama für den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden starkgemacht - und gleichzeitig gegen US-Präsident Donald Trump ausgeteilt. "Lassen Sie mich so ehrlich und klar wie möglich sein: Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land", sagte sie in ihrer Ansprache auf der virtuellen Wahlparty.

Sie habe selbst an der Seite ihres Mannes und früheren Präsidenten Barack Obama erfahren, wie machtvoll das Amt sei, aber auch wie schwer. Man benötige einen starken Glauben und einen moralischen Kompass, dass jedes einzelne Leben der über 320 Mio. Einwohner der Vereinigten Staaten Sinn und Wert habe. "Man kann sich in diesem Job nicht durchschummeln", sagte sie in Bezug auf den amtieren Präsidenten.

"Virus zu lange heruntergespielt"

Vier Jahre nach ihrem Auszug aus dem Weißen Haus sei die Wirtschaft am Boden "wegen eines Virus, das der Präsident zu lange heruntergespielt hat", zu viele Bürger hätten ihre Krankenversicherung verloren, viele Gemeinden kämpften ums Überleben und lang etablierte Allianzen mit anderen Ländern seien zerbrochen. Wer aber Antworten auf die drängenden Fragen der Nation im Weißen Haus suche, bekomme nur Chaos und Spaltung, Empathie fehle völlig.

"Leider ist das momentan das Amerika, in dem die kommende Generation leben muss. Das ist nicht nur enttäuschend, sondern macht mich wütend. Ich weiß, dass wir unabhängig von unserer Rasse, Religion oder Politik tief in unseren Herzen wissen, dass das, was in unserem Land vor sich geht, nicht richtig ist", so die ehemalige First Lady weiter. "Wir müssen alles tun, um meinen Freund Joe Biden zu wählen." Sie forderte die US-Bürger auf, frühzeitig die Briefwahl zu nutzen, um sicherzugehen, dass die Stimmzettel auch rechtzeitig ausgewertet werden können.

Gier, Oligarchie und Autoritarismus

Auch der linke Senator Bernie Sanders rief seine Anhänger auf, im November für Biden zu stimmen. "Diese Wahl ist die wichtigste in der jüngeren Geschichte dieses Landes", sagte der frühere Präsidentschaftsbewerber in einer Videoansprache. Notwendig sei eine nie dagewesene Bewegung aus Menschen, die für "Demokratie und Anstand" kämpfen - und gegen "Gier, Oligarchie und Autoritarismus". Trump sei "eine Bedrohung für unsere Demokratie", sagte Sanders. "Die Zukunft unserer Demokratie steht auf dem Spiel. Die Zukunft unserer Wirtschaft steht auf dem Spiel. Die Zukunft unseres Planeten steht auf dem Spiel. Wir müssen uns vereinen, Donald Trump besiegen und Joe Biden als nächsten Präsidenten und Kamala Harris als nächste Vizepräsidentin wählen."

Die Linken-Ikone Sanders war im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten Bidens härtester Rivale gewesen. Der 78-Jährige warf schließlich im April das Handtuch und machte damit den Weg für Bidens Präsidentschaftskandidatur frei.

Quelle: ntv.de, mba/rts/AFP

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