Politik

Neuengland wählt Trump kommt der 1237 immer näher

2ebf9edc35e2ceaff09841c356635373.jpg

Donald Trump könnte bei der anstehenden Wahl seinen Vorsprung noch vergrößern.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Nächste Etappe im Rennen der US-Präsidentschaftskandidaten: Fünf Neuengland-Staaten wählen. Überraschungen sind dabei jedoch nicht zu erwarten. Schlecht ist das vor allem für zwei Männer: Bernie Sanders und Ted Cruz.

Das Ende ist zumindest in Sichtweite. 35 der 50 US-Bundesstaaten haben bereits gewählt. Die letzten Vorwahlen finden am 7. Juni statt. In der Nacht auf Mittwoch stehen für die Präsidentschaftsbewerber gleich fünf Abstimmungen auf dem Programm, allesamt in Neuengland im Nordosten der USA. Neue Spannung im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ist dabei allerdings nicht zu erwarten.

Die Prognosen in den fünf Staaten deuten nicht daraufhin, dass die Verfolger Ted Cruz und Bernie Sanders ihren Rückstand verkürzen können. Ganz im Gegenteil. Donald Trump dürfte den Abstand sogar noch deutlich vergrößern. Sein schärfster Konkurrent Cruz liegt in vier der fünf Staaten in Umfragen nur auf dem dritten Rang. Da in Pennsylvania, Maryland und Delaware nach dem Winner-Takes-It-All-Prinzip abgestimmt wird, sind Trump mindestens 125 Delegierte sicher. Damit käme er schon auf 970 der für die Nominierung nötigen 1237, dazu kommen noch die proportional zu verteilenden Delegiertenstimmen in Rhode Island und Connecticut.

Nach den fünf Staaten bleiben Trump noch zehn Vorwahlen, um noch die restlichen Stimmen einzusammeln. Keine blendenden Aussichten für das Bündnis zwischen Cruz und John Kasich. Sie haben nur noch eine Chance, wenn Trump die 1237 verfehlt und es auf dem Parteitag zu einer Kampfabstimmung kommen sollte. Noch düsterer sieht es für Sanders aus. Durch die fünf Neuengland-Staaten wird Hillary Clinton ihren bisherigen Vorsprung von 1944 zu 1192 Delegierten aller Voraussicht nach noch ausbauen können. Für die Nominierung benötigt sie 2383.

Bei den Anhängern von Cruz und Sanders ist das Vertrauen in die eigenen Chancen offenbar auch nicht mehr groß. Nur 24 Prozent der Anhänger von Cruz glauben Umfragen zufolge noch an den eigenen Sieg bei der Wahl im November, 38 Prozent gehen davon aus, dass Trump Präsident wird, 24 Prozent setzen auf Clinton. Unter Sanders-Anhängern sind sogar nur noch 17 Prozent vom eigenen Erfolg überzeugt, 61 Prozent sind sich dagegen sicher, dass Clinton Präsidentin wird. Bei den Unterstützern von Clinton (92 Prozent) und Trump (77 Prozent) ist der Glaube an den eigenen Sieg derweil groß.

Pennsylvania

Bei den Republikanern deuten Umfragen auf ein klares Ergebnis hin. Trump liegt in den aktuellsten Prognosen zwischen 48 und 50, Cruz bei 25 bis 28 und Kasich bei 19 bis 22 Prozent. Bei den Demokraten ist es knapper. Clinton kommt in Umfragen auf 51 bis 52 Prozent, Bernie Sanders auf 41. In Pennsylvania wäre ein Sieg für Sanders besonders wichtig, denn bei den Demokraten geht es in dieser Nacht in keinem anderen der fünf Staaten um so viele Delegierten: nämlich um 189.

Maryland

Klare Verhältnisse in dem 5,7-Millionen-Einwohner-Staat: In den jüngsten Umfragen erzielt Trump 43 bis 53 Prozent, Kasich kommt auf 24 bis 29, Cruz nur auf 22 bis 24 Prozent. Bei den Demokraten kann Clinton sogar auf bis zu 60 Prozent hoffen, Sanders sahen die Meinungsforscher bei gut 30 Prozent.

Connecticut

Ähnliches Bild in Connecticut: Trump liegt in Umfragen bei 54 bis 59 Prozent, weit dahinter Kasich (25-27) und Cruz (9-13). Weit spannender verspricht es bei den Demokraten zu werden. Clintons Vorsprung schrumpfte in den vergangenen Wochen deutlich. So liegt sie inzwischen nur noch zwei Prozent vor Sanders (48-46).

Delaware

Wie in den meisten Neuengland-Staaten geht es auch in Delaware nicht um viel: 16 Delegierte bei den Republikanern, 21 bei den Demokraten. Bei der Grand Old Party liegt Trump deutlich in Front. In der jüngsten Umfrage erzielt er 55 Prozent, Kasich 18 und Cruz 15 Prozent. Bei den Demokraten sehen die Demoskopen Clinton bei 45 Prozent, Sanders bei 38.

Rhode Island

Bei den Republikanern ist bei der Vorwahl in dem flächenmäßig kleinsten US-Bundesstaat keine Überraschung zu erwarten. In Umfragen kommt Trump auf bis zu 60 Prozent, Kasich auf 20 und Cruz auf gut 10. Bei den Demokraten dürfte es dagegen eng werden. Nach den neuesten Zahlen liegt Sandes bei 49 und Clinton bei 45 Prozent. Es geht jedoch nur um 24 Delegiertenstimmen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema