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Atomstreit mit Nordkorea Trump kritisiert chinesische Untätigkeit

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Trump hatte in der Nordkorea-Frage sehr auf die Unterstützung des chinesischen Präsidenten Xi gesetzt.

(Foto: AP)

Am Freitag testet Nordkorea zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Rakete, die vermutlich die USA erreichen könnte. Würde China in dem Streit mehr tun als nur zu reden, wäre das Problem schon lange gelöst, glaubt der US-Präsident.

US-Präsident Donald Trump hat China nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest vorgeworfen, nichts gegen Pjöngjangs fortwährende Provokationen zu unternehmen. "Ich bin sehr enttäuscht von China", schrieb Trump auf Twitter. Seine Vorgänger hätten zugesehen, wie Peking "Hunderte Milliarden Dollar jährlich durch Handel" mit Nordkorea erwirtschafte, dennoch "tuen sie nichts für uns mit Nordkorea, lediglich reden", twitterte Trump. "Wir werden das nicht länger zulassen. China könnte dieses Problem leicht lösen."

Nordkorea hatte nach US-Angaben am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Machthaber Kim Jong Un sagte, der Test zeige, dass Nordkorea mit Interkontinentalraketen "jederzeit" das gesamte Festland der USA erreichen könne.

Bei dem Test am Freitag wurde nach Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA eine verbesserte Version einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14 abgefeuert. Die Rakete habe während ihrer 47-minütigen Flugzeit eine maximale Höhe von 3724,9 Kilometer erreicht und sei 998 Kilometer weit geflogen, hieß es in dem Bericht. Zudem habe der Test unter Beweis gestellt, dass die Rakete trotz der hohen Temperaturen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könne.

"Militärische Antwort" im Gespräch

Der erneute Raketentest war bereits der zweite innerhalb eines Monats und erfolgte nur wenige Stunden nach einem Sanktionsbeschluss des US-Senats gegen die Führung in Pjöngjang. Bereits am 4. Juli hatte Nordkorea verkündet, es habe in einem "historischen Durchbruch" als "Geschenk" an die USA erstmals erfolgreich eine Interkontinentalrakete getestet.

Als Warnung an Nordkorea hielten die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver ab. Nach Angaben der US-Armee feuerten die Streitkräfte am Samstagmorgen Kurzstreckenraketen vor der Ostküste Südkoreas ins Meer. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche "militärische Antwort" zu beraten.

Vor Trump hatte bereits US-Außenminister Rex Tillerson Vorwürfe gegen China und Russland erhoben. Peking und Moskau trügen eine "eindeutige und besondere Verantwortung für die wachsende Bedrohung der regionalen und globalen Stabilität", indem sie Nordkoreas Raketenprogramm wirtschaftlich ermöglichten, erklärte Tillerson. China gilt als wichtigster Verbündeter der international weitgehend isolierten Führung in Pjöngjang. Peking verurteilte den erneuten Raketentest als Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Zugleich rief das chinesische Außenministerium alle Parteien zur Zurückhaltung auf, um eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu vermeiden.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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