Neues Paket soll Druck erhöhenTrump kündigt Unterstützung für Russland-Sanktionen an

Trumps Haltung gegenüber Russland verwirrt viele Europäer und zeichnet sich durch eine erstaunliche Inkonsistenz aus. Nun ist er offenbar wieder geneigt, die Daumenschrauben anzuziehen.
US-Präsident Donald Trump hat Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland wegen des andauernden Ukraine-Kriegs signalisiert. "Ich unterstütze es", sagte er in einem Interview des US-Senders Foxnews. Weiter sagte er aber: "Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen." Man habe bereits "große Sanktionen gegen Russland" verhängt, die russische Wirtschaft sei "sehr schlecht", sagte Trump. Russland sei jedoch größer als die Ukraine und ein einflussreicheres Land.
In den vergangenen Monaten hatte Trump wegen des seit fast vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine mehrere Maßnahmen gegen die russische Wirtschaft verhängt, darunter Strafmaßnahmen gegen die beiden größten russischen Öl-Firmen sowie Strafzölle gegen Indien wegen dessen Handelsbeziehungen mit Russland.
Dem republikanischen US-Senator Lindsey Graham zufolge könnte Trump mit dem Sanktionspaket den Druck auf Länder wie China, Indien und Brasilien erhöhen, kein russisches Öl mehr zu kaufen. Er erwarte in der kommenden Woche eine Zustimmung von Demokraten und Republikanern im US-Kongress.
Moskau warnt nach Tanker-Gate
Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind nach der Beschlagnahme eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers im Nordatlantik zusätzlich belastet. Am Donnerstag warf Russland den USA vor, "militärische und politische Spannungen" zu schürenr. Washington sei "bereit, schwerwiegende internationale Krisen zu provozieren", erklärte das russische Außenministerium. Dies sei "bedauerlich und alarmierend". Das Ministerium verurteilte das US-Vorgehen sowie die Unterstützung durch Großbritannien bei der Beschlagnahme als "gefährlich und unverantwortlich".
Das Ministerium in Moskau warnte davor, dass der Vorfall die "bereits extrem angespannten russisch-amerikanischen Beziehungen" wegen der in den vergangenen Jahren zunehmenden Konflikte noch weiter verschlechtern könnte. Die Beschlagnahme des Tankers und die Festsetzung eines weiteren Tankers mit mutmaßlichen Verbindungen nach Venezuela in karibischen Gewässern erfolgte wenige Tage nach der Gefangennahme des mit Russland verbündeten venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz.