Politik

Autor sei "totaler Versager" Trump legt im Buch-Streit nach

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US-Präsident Donald Trump nennt den Autor des Enthüllungsbuchs "Fire and Fury" einen "totalen Versager".

(Foto: AP)

Das Buch "Fire and Fury" versetzt Washington in Aufruhr. Donald Trump tobt über die wenig schmeichelhaften Enthüllungen seiner Präsidentschaft. Auf Twitter lässt er seinem Gram noch mal freien Lauf. Treue Gefährten pflichten dem Präsidenten bei.

Nach der Veröffentlichung des brisanten Enthüllungsbuchs "Fire and Fury" (Feuer und Wut) hat US-Präsident Donald Trump den Autor Michael Wolff nochmals persönlich angegriffen. Der Journalist sei ein "totaler Versager", schrieb Trump bei Twitter. Wolff habe "Geschichten erfunden, um sein wirklich langweiliges und verlogenes Buch zu verkaufen".

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Auch gegen seinen Ex-Chefstrategen Steve Bannon teilte Trump erneut aus. Sein früherer Vertrauter habe sich von Wolff einspannen lassen. Der US-Präsident bezeichnete Bannon in dem Tweet als "schlampigen Steve".

Das Buch "Fire and Fury" zeichnet ein düsteres Bild von der Trump-Präsidentschaft, von Chaos und Intrigen im Weißen Haus und von einem Präsidenten, der wegen seiner Führungsschwäche von seinen eigenen Mitarbeitern verhöhnt wird. Es enthält zahlreiche Aussagen von wichtigen Trump-Mitarbeitern, die Zweifel an dessen Befähigung für das Präsidentenamt äußern.

Das Buch erschien am Freitag und damit vier Tage früher als geplant. Trumps Anwälte hatten vergeblich versucht, eine Veröffentlichung zu verhindern.

"Werk der Fiktion"

Auch Trumps Ehefrau Melania Trump hat mittlerweile über eine Sprecherin ihre Meinung über das Buch mitteilen lassen. Es handle sich um ein "Werk der Fiktion", sagte Stephanie Grisham dem Sender CNN. "Es ist ein Boulevardblatt im Langformat, das falsche Erklärungen und völlige Erfindungen verbreitet", sagte die Sprecherin der First Lady.

Ebenfalls ergreift US-Außenminister Rex Tillerson Partei für seinen Chef. Auch er äußerte sich im Gespräch mit CNN über das Buch, in dem der Autor schreibt, dass jeder in Trumps Umgebung im Weißen Haus den Präsidenten für amtsunfähig halte und er sich wie ein Kind verhalte. Tillerson wandte sich auch gegen die Charakterisierung in dem Buch, dass Trumps Konzentrationsfähigkeit begrenzt sei und er deshalb manchmal Treffen mit ausländischen Spitzenpolitikern vorzeitig verlasse. So einen Schritt des Präsidenten habe er nie erlebt, sagte Tillerson. Und bei Beratungen über schwierige Themen wie Nordkorea und Afghanistan sei der Präsident "sehr abwägend gewesen, er hat den Argumenten zugehört und Gegenargumente vorgebracht, so wie er es auch sollte (...). Und am Ende trifft er eine Entscheidung (...). Ich kann Ihnen sagen, dass er in allen größeren politischen Bereichen die richtige Entscheidung gefällt hat". Nach früheren Medienberichten soll Tillerson allerdings Trump selber als "Schwachkopf" bezeichnet haben, was er seinerzeit nie direkt dementiert hatte.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP/dpa