Politik

Gipfel der Supermächte in PekingTrump lobt Xi: "Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein"

14.05.2026, 06:23 Uhr
00:00 / 03:23
Chinese-President-Xi-Jinping-left-shakes-hands-with-U-S-President-Donald-Trump-at-the-Great-Hall-of-the-People-in-Beijing-Thursday-May-14-2026
US-Präsident Trump ist der erste US-Präsident seit Trump selbst, der China besucht: Er war zuletzt 2017 in der Volksrepublik. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt: Donald Trump besucht Xi Jinping wie 2017 in Peking. Der US-Präsident ist überzeugt: Die Beziehungen beider Länder waren nie besser. Der chinesische Staatschef äußert sich zurückhaltender.

US-Präsident Donald Trump ist in Peking von Chinas Präsident Xi Jinping empfangen worden. Der Besuch sei eine "Ehre" für ihn, sagte Trump bei einem Treffen in der Großen Halle des Volkes. Die Beziehungen der USA und China seien "besser als je zuvor." Ihm zufolge haben die beiden Länder eine "fantastische" gemeinsame Zukunft vor sich. Der US-Präsident lobte seinen Gastgeber als "großartige Führungspersönlichkeit". Er beendete seine Rede mit den Worten: "Manche Leute mögen es nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist: Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein."

Der chinesische Staatschef äußerte sich zurückhaltender. Er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China größer seien als die Meinungsverschiedenheiten, sagte Xi bei der Begrüßung von Trump. "Stabile" Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien eine Wohltat für die Welt. "Zusammenarbeit nützt beiden Seiten, Konfrontation hingegen schadet beiden", ergänzte Xi. Er sei "glücklich", Trump zu empfangen, während die Welt sich "an einem neuen Scheideweg" befinde. Die USA und China sollten "Partner und keine Rivalen" sein.

Xi sprach dabei auch die nach einem Historiker der griechischen Antike benannte "Thukydides-Falle" an. Damit ist die Gefahr gemeint, dass eine aufstrebende Macht und eine etablierte Führungsmacht in eine gefährliche Rivalität geraten.

Cook, Musk und Huang im Schlepptau

An dem langen Verhandlungstisch bei der ersten Begegnung zwischen Trump und Xi saßen außerdem Regierungsvertreter beider Seiten, darunter aus den Ressorts Finanzen, Handel, Verteidigung und Äußeres. Bei den Gesprächen soll es um wichtige globale Themen gehen - vom internationalen Handel über den Iran-Krieg bis zur Taiwan-Frage. Für den Abend ist dann ein Staatsbankett geplant. Für Freitag sind ein Nachmittagstee und ein Arbeitsessen vorgesehen, bevor der US-Präsident die Heimreise antritt.

Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Trump hatte die Volksrepublik schon während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2017 besucht.

Der US-Präsident war am Mittwoch zu seinem Besuch in Peking eingetroffen. Zuvor hatten sich die beiden Politiker vor der Großen Halle des Volkes die Hände geschüttelt. Bei Trumps Ankunft vor dem Gebäude waren unter anderem US-Außenminister Marco Rubio, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie mehrere Unternehmenschefs wie Tesla-Chef Elon Musk, Apple-Chef Tim Cook oder Nvidia-Chef Jensen Huang anwesend.

Quelle: ntv.de, chr/dpa/AFP

Donald TrumpTaiwanChinaUSAXi Jinping