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Wirtschaftliche Zusammenarbeit Trump macht Erdogan nun doch ein Angebot

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Erst droht Trump der Türkei mit "wirtschaftlicher Zerstörung", nun lockt er mit einem "bedeutsamen Ausbau" der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Die Türkei plant eine Offensive gegen die YPG in Syrien. Die USA reagieren: Präsident Trump droht mit "wirtschaftlicher Zerstörung" - und telefoniert dann mit Staatschef Erdogan. Die Folgen sind eine Kehrtwende und ein Angebot an Ankara.

Nach seinen Drohungen gegen die Türkei hat US-Präsident Donald Trump Ankara nun engere wirtschaftliche Beziehungen offeriert. Trump sagte nach einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, es gebe "großes Potenzial für einen bedeutsamen Ausbau" der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Darüber habe er mit Erdogan gesprochen.

Erst am Sonntag hatte Trump gedroht, die USA würden die Türkei "wirtschaftlich zerstören", sollte Ankara die syrische Kurdenmiliz YPG angreifen. In dem Telefonat vom Montag warnte Trump seinen türkischen Kollegen nun nach Angaben des Weißen Hauses erneut vor einem Vorgehen gegen Kurdenkämpfer.

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Der Umgang mit den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) sorgt seit Jahren für heftigen Streit zwischen den USA und der Türkei. Ankara sieht die syrische Kurdenmiliz als Bedrohung, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft. Die USA unterstützen die YPG jedoch mit Waffen und Luftangriffen im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien.

Die Türkei ist bereits mehrfach militärisch gegen die YPG in Nordsyrien vorgegangen. Präsident Erdogan droht seit Wochen immer wieder mit einer neuen Offensive. Der im Dezember von Trump angekündigte Abzug aller US-Soldaten aus Syrien lässt die Sorgen der Kurden vor einer türkischen Offensive wachsen.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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