Politik

"Mission erfüllt!" Trump nennt Luftangriffe "perfekt"

Schon vor Tagen kündigte US-Präsident Trump Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien an. Nun fliegen die USA, Frankreich und Großbritannien eine Attacke - und der amerikanische Staatschef ist überaus zufrieden.

US-Präsident Donald Trump hat die westlichen Raketenangriffe in Syrien als "perfekt ausgeführte Angriffe" gelobt. "Mission erfüllt!", schrieb Trump bei Twitter. Die Angriffe "hätten kein besseres Ergebnis haben können". Er betonte: "Danke an Frankreich und das Vereinigte Königreich für ihre Klugheit und die Stärke ihres ausgezeichneten Militärs."

In einem zweiten Tweet erklärte er, er sei "so stolz auf unser großartiges Militär". Nach weiteren Milliardeninvestitionen, die bereits "vollständig genehmigt" seien, werde es das "feinste" Militär sein, "das unser Land jemals hatte". "Nichts oder niemand" könne sich dann noch mit ihm messen.

In der Nacht hatten die Streitkräfte der USA, Frankreichs und Großbritanniens Ziele in Syrien mit Raketen angegriffen. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Produktion von Chemiewaffen. Trump hatte den Beginn der Angriffe am Freitagabend in einer Fernsehansprache verkündet und den mutmaßlichen Giftgasangriff als "Verbrechen eines Monsters" verurteilt - er meinte damit Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Der Westen macht die syrische Staatsführung für den mutmaßlichen Giftgasangriff vom 7. April in der Stadt Duma verantwortlich, bei dem nach Angaben von Helfern mehr als 40 Menschen getötet wurden. Moskau und Damaskus weisen die Vorwürfe zurück. Eine unabhängige Bestätigung für den Einsatz von Chemiewaffen gibt es bisher nicht.

Trumps "Mission erfüllt"-Bemerkung erinnert an den früheren US-Präsidenten George W. Bush. Dieser hatte 2003 nach dem Einmarsch der US-Truppen im Irak und dem schnellen Sturz des Diktators Saddam Hussein auf einem Flugzeugträger vor einem "Mission erfüllt"-Banner die Hauptkampfhandlungen für beendet erklärt. Es folgten allerdings blutige Jahre für die US-Armee im Irak.

Quelle: ntv.de, mli/AFP