Politik

Gespräch über Strafzölle Trump und Johnson verhandeln über Whisky

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Johnson und Trump hatten sich zuletzt im September bei der UN-Generalversammlung persönlich getroffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sobald Großbritannien aus der Europäischen Union ausgetreten ist, wird der Weg für neue Handelsbeziehungen frei. Deshalb telefoniert Premier Johnson mit US-Präsident Trump. Beide wollen ein "bilaterales" Abkommen. Dabei spielen auch die Strafzölle auf schottischen Whisky eine Rolle.

US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Boris Johnson haben in einem Telefonat über die Handelsbeziehungen beider Länder nach dem bevorstehenden Brexit gesprochen. Beide Seiten hätten ihre Absicht bekräftigt, dem Austritt Großbritanniens aus der EU ein "robustes" bilaterales Handelsabkommen folgen zu lassen, teilte das Weiße Haus in Washington mit.

Solange das Vereinigte Königreich noch Mitglied der Europäischen Union ist, kann es ein solches Abkommen nicht schließen.

Johnsons Büro teilte mit, der Premier habe von Trump unter anderem gefordert, dass die USA ihre jüngst verhängten Strafzölle auf schottischen Whisky wieder zurücknehmen. Denn die USA hatten Mitte Oktober Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen - darunter auch auf verschiedene Alkoholika wie Scotch. Die Strafzölle verteuern die Einfuhr europäischer Produkte in die USA, weshalb manche Verbraucher dort auf günstigere Alternativen ausweichen. Und den europäischen Produzenten damit Einnahmeausfälle bescheren.

In einer Erklärung der Downing Street heißt es außerdem, Johnson habe Trump gebeten, keine Zölle auf Autoexporte zu erheben. "Die beiden Staats- und Regierungschefs bekräftigten erneut ihr Engagement für die Stärkung der besonderen Beziehung mit einem robusten bilateralen Freihandelsabkommen, sobald das Vereinigte Königreich die EU verlässt", gab das Weiße Haus bekannt.

Die Regierung in Washington wird darüber bis zum 14. November entscheiden. Die angekündigten Zölle wurden bereits einmal um sechs Monate vertagt und Handelsexperten rechnen mit einer weiteren Aufschiebung.

Quelle: ntv.de, joh/dpa/rts