Politik

Einsatz der Nationalgarde Trump will Ende der Unruhen in Philadelphia

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Trump fordert ein härteres Vorgehen, um die Proteste in Philadelphia zu beenden.

(Foto: imago images/MediaPunch)

In Philadelphia gehen seit dem Tod eines Schwarzen durch Polizeischüsse die Menschen auf die Straße, Geschäfte werden geplündert. Präsident Trump fordert ein Ende der Ausschreitungen. Dabei bringt er auch die Entsendung von Bundestruppen ins Spiel. Die Stadt kündigt eine nächtliche Ausgangssperre an.

US-Präsident Trump hat ein härteres Vorgehen gegen Plünderer nach Ausschreitungen in der Großstadt Philadelphia gefordert. "Die Unruhen in Philadelphia müssen aufhören. Sie müssen sie beenden", sagte Trump in Las Vegas in Richtung der örtlichen Behörden. Der Präsident bekräftigte die Bereitschaft der Regierung für die Entsendung zusätzlicher Einsatzkräfte des Bundes. "Wir beobachten das sehr genau und warten auf einen Anruf. Wenn sie Hilfe wollen, sind wir innerhalb einer Stunde da."

In Philadelphia, im Bundestaat Pennsylvania, war es nach dem Tod eines Afroamerikaners durch Polizeischüsse am Montag zwei Nächte in Folge zu Protesten mit Ausschreitungen gekommen. Gouverneur Tom Wolf, der wie Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney den Demokraten angehört, hat laut der Zeitung "The Philadelphia Inquirer" selbst bereits mehrere Hundert Mitglieder der Nationalgarde aus dem Bundesstaat mobilisiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Alyssa Farah, hatte dies am Mittwoch beim TV-Sender Fox News bereits eine "weise Entscheidung" genannt. Die Entscheidung zur Einsetzung der Nationalgarde sollte dazu beitragen, die Unruhen in den Griff zu bekommen. Zusätzlich kündigte die Stadtverwaltung an, eine nächtliche Ausgangssperre für die Zeit von Mittwochabend 21 Uhr (Ortszeit) bis Donnerstagmorgen 6 Uhr zu verhängen.

Auslöser der Proteste war der Tod des 27-jährigen Walter Wallace bei einem Polizeieinsatz am Montag. Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe dieses trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen, teilte die Polizei mit. Er habe sich auf die Polizisten zubewegt, woraufhin zwei Beamte mehrfach auf ihn gefeuert hätten. Passanten filmten den Vorfall mit ihren Smartphones. Bei den Protesten waren nach Polizeiangaben bereits am Montag 30 Beamte verletzt und 91 Menschen festgenommen worden.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa/AFP