Politik

"Gewinnen wir Indiana, ist's vorbei" Trump will alles klarmachen

a7ac3aaab9ec72cdd26a5424b4834cb3.jpg

Holt Trump heute Indiana, kann er sich ab morgen auf Hillary Clinton konzentrieren.

(Foto: dpa)

Die Vorwahlen zur Ermittlung der Präsidentschaftskandidaten in den USA werden allmählich zu einem ermüdenden Marathon. Mit Indiana kommt jetzt jedoch wieder Spannung ins Rennen - zumindest bei den Republikanern.

Bei der Vorwahl im US-Staat Indiana will der Republikaner Donald Trump seinen ärgsten Rivalen Ted Cruz endgültig aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur werfen. "Wir müssen ihn aus dem Weg räumen", rief Trump am Vorabend in der Stadt South Bend Anhängern zu. "Wenn wir in Indiana gewinnen, ist's vorbei, dann können wir uns auf Hillary Clinton konzentrieren."

Da die Ex-Außenministerin bei den Demokraten schon praktisch uneinholbar vor ihrem Rivalen Bernie Sanders liegt, konzentrierte sich die Spannung in Indiana auf die Abstimmung bei den Republikanern. Immobilienmilliardär Trump könnte zwar rein rechnerisch noch nicht endgültig siegen. Doch galt die Vorwahl als eine der letzten Chancen für seine Gegner, Cruz im Rennen zu halten.

"Ich bin ein Langstreckenläufer", sagte Cruz. "So lange es einen Weg zum Sieg gibt, kämpfe ich bis zum Ende." Allerdings räumte auch sein frühere Sprecher Rick Tyler im Sender MSNBC ein: Wenn Trump in Indiana klar siege, "könne es vorbei sein". Nur, wenn Cruz in dem Staat im mittleren Westen einen Überraschungscoup lande, könne es noch einmal spannend werden.

1000er Grenze ist greifbar

Letzter Tag der Vorwahlen ist der 7. Juni, dann wird in Kalifornien gewählt, und dort ist Cruz laut Tyler gut aufgestellt. Trump liegt nach 42 der 56 Vorwahlen mindestens 410 Delegierte vor seinem Widersacher Cruz. Der kann ihn nicht mehr überholen, hofft aber auf einen Coup, falls auch Trump nicht die absolute Mehrheit einheimst. Wenn Trump schon vor dem Parteitag im Juli die magische Zahl von 1237 Delegierten schaffen will, braucht er jeden einzelnen Delegierten.

Falls Trump Indiana klar gewinnt und alle 57 Delegierten abräumt, ist er auch mathematisch kaum noch zu stoppen. Er hätte dann die 1000er Grenze gesprengt und fast doppelt so viele Delegierte wie Cruz. In den wichtigeren der verbleibenden Staaten, wie New Jersey (51 Delegierte), West Virginia (34) und Kalifornien (172) liegt Trump klar vorn. Gewinnt er Indiana, gibt es kaum ein Argument gegen ihn.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa/rts

Mehr zum Thema