Politik

"Es gibt kein Zurück"Trump will in Davos über Grönland verhandeln

20.01.2026, 08:22 Uhr
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Will Grönland mit allen Mitteln an sich binden: US-Präsident Trump. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Neben seiner Rede will der US-Präsident beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz auch über Grönland sprechen. Die Insel sei von "entscheidender Bedeutung", so Trump. Auf Social Media verbreitet er bereits Bilder von sich auf dem dänischen Gebiet.

Im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos in der Schweiz angekündigt. Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorausgegangen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, erklärte er nicht.

Die Gespräche dürften am Rande des derzeitig laufenden Weltwirtschaftsforums in Davon stattfinden. Trump wird am Mittwoch in dem Schweizer Alpenort erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird.

Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland "von entscheidender Bedeutung" für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. "Es gibt kein Zurück - darin sind sich alle einig!", schrieb Trump. Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten zuletzt als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt.

Trump teilte nach der Ankündigung auch mehrere KI-generierte Bilder rund um den Grönland-Streit. Auf einem der Bilder ist er zusammen mit seinem Vizepräsidenten JD Vance und Außenminister Marco Rubio zu sehen. Trump hisst dabei eine Fahne auf einem Gebiet, bei dem es sich um Grönland handeln soll. Im Vordergrund ist zudem ein Schild zu sehen, auf welchem Grönland als US-Territorium bezeichnet wird. Auf einem weiteren Foto sieht man eine abgewandelte Aufnahme eines Treffens mit europäischen Staats- und Regierungschefs im Oval Office. Auf einer im Raum platzierten Karte sind auch Venezuela, Kanada und Grönland in den US-Farben eingefärbt.

Der Republikaner kündigte am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen.

Sollte Trump die Zölle wirklich verhängen lassen, könnte die EU beispielsweise ebenfalls Sonderzölle verhängen. Im Raum stehen Extraabgaben auf Wareneinfuhren aus den USA im Wert von 93 Milliarden Euro, etwa Flugzeuge, Motorräder, Rindfleisch, Whiskey und Zitrusfrüchte. Auch andere wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen sind möglich - so könnten US-Unternehmen etwa von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen oder für bestimmte Produkte Ein- und Ausfuhrbeschränkungen erlassen werden.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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