Politik

Pjöngjang schweigt zu Zustand Trump wünscht Kim gute Besserung

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Trump und Kim pflegen einen freundlichen Umgang.

(Foto: imago images / Xinhua)

Musste Kim Jong Un operiert werden oder nicht? Die US-Regierung weiß es nach Angaben von Präsident Trump nicht. Vorsichtshalber wünscht er dem nordkoreanischen Machthaber trotzdem alles Gute. Die örtlichen Staatsmedien hüllen sich derweil in Schweigen.

US-Präsident Donald Trump hat dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un angesichts dessen möglicher gesundheitlicher Probleme alles Gute gewünscht. Er wisse nicht, ob die Berichte über seine Krankheit zutreffend seien, sagte Trump am Dienstagabend im Weißen Haus. Er wünsche Kim auf jeden Fall alles Gute. Er komme "sehr gut" mit dem Nordkoreaner klar, fügte er hinzu. "Ich will, dass es ihm gut geht."

Der Nachrichtensender CNN hatte unter Berufung auf US-Geheimdienste berichtet, dass sich Kim nach einer Herz-Operation in "ernsthafter Gefahr" befinde. Die Regierung in Südkorea reagierte jedoch skeptisch auf den Bericht. Es gebe keine Anzeichen für ernste Probleme mit der Gesundheit Kims, hieß es. Gesicherte Erkenntnisse gibt es bisher aufgrund der nordkoreanischen Abschottung nicht.

Pjöngjang hat die Spekulationen bisher nicht kommentiert. In den Staatsmedien gibt es auch keinen Hinweis zum Aufenthaltsort oder zu öffentlichen Auftritten von Kim. Die kommunistische Führung kontrolliert Informationen über ihren Machthaber und dessen Familie in der Regel äußerst streng.

CNN berief sich in seinem Bericht auf einen Regierungsbeamten, der entsprechende geheimdienstliche Informationen besitze. Die auf Nachrichten aus Nordkorea spezialisierte Internetzeitung "Daily NK" in Südkorea hatte zuvor gemeldet, Kim sei am 12. April am Herzen operiert worden. Nach dem Eingriff erhole er sich wieder. Unter Berufung auf einen Informanten in Nordkorea mutmaßt das Portal, dass Kims Übergewicht, seine Rauchgewohnheiten und andere Faktoren die Operation nötig gemacht hätten. Südkorea schätzt das Alter des nordkoreanischen Machthabers auf 36 Jahre ein.

Quelle: ntv.de, chr/dpa