Politik

Fragwürdige Krisenbewältigung Trumps Kommunikationsdirektor tritt zurück

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Donald Trump muss auf einen Kopf seines Teams verzichten.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Mike Dubke, Trumps Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, tritt nach nur drei Monaten im Amt auf eigenen Wunsch zurück. Grund könnte die Krisenbewältigung im Falle des entlassenen Ex-FBI-Chefs Comey sein.

Mike Dubke, Donald Trumps Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, tritt nach nur drei Monaten im Amt auf eigenen Wunsch zurück. Dubke war für die Kommunikation des US-Präsidenten ein Mann im Hintergrund. Er war etwa für die Krisenstrategie bei der Entlassung von Ex-FBI-Chef James B. Comey mit verantwortlich.

Sprecher Sean Spicer ist das Gesicht nach außen, Dubke wurde angeheuert, um ihn zu unterstützen. Der 47-Jährige sei einer der wenigen Quereinsteiger unter Trump, der großen Wert auf persönliche Beziehungen und Loyalität lege, schrieb die "Washington Post". Dubke könnte demnach schon heute sein Amt niederlegen, wie Angaben aus dem Weißen Haus vermuten ließen.

Angesichts gravierender Schwierigkeiten in der Außendarstellung und Krisenbewältigung des Weißen Hauses steht die Kommunikationsabteilung seit Längerem in der Kritik von Trump und führender Mitarbeiter des West Wing. Trump erhalte zu wenig Unterstützung, lautet der Vorwurf.

Dubkes Rückzug, den er am Dienstag mit einer von US-Medien zitierten E-Mail begründete, könnte der Beginn eines größeren Umbaus in der Schaltzentrale des US-Präsidenten sein, schrieben die "Washington Post" und der Newsletter "Axios". Der Kommunikationsdirektor erklärte seinen Rücktritt schon am 18. Mai, bot aber an, Trumps Auslandsreise zu betreuen. Dies habe der US-Präsident akzeptiert.

Das Weiße Haus unter Trump hat große Probleme damit, angesichts der andauernden Affäre um eine russische Wahlbeeinflussung, seine politische Agenda umzusetzen. Einen Nachfolger für Dubke gibt es noch nicht.

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa

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