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13 Männer - Carl Icahn will nicht Trumps Wirtschaftsberater sind Superreiche

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Beraten werden Trump in Zukunft persönliche Freunde und langjährige Geschäftspartner.

(Foto: AP)

Donald Trump holt sich einen akademischen Experten in sein Wirtschaftsberater-Team - und sonst nur superreiche Männer, im Schnitt mehrere Hundert Millionen Dollar schwer. Trumps Wunschfinanzminister Carl Icahn sagt ab. Er hat andere Pläne.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat ein neues Team von Wirtschaftsberatern vorgestellt. Es besteht aus 13 Männern, keine Frau ist dabei - und alle sind superreich, wie die "Washington Post" berichtet. Die Zeitung spricht von einem Durchschnittsvermögen von mindestens "mehreren Hundert Millionen Dollar". Überwiegend handele es sich um persönliche Freunde Trumps oder langjährige Geschäftspartner, nur einer sei akademischer Wirtschaftspolitik-Experte. Diese hatten in der Vergangenheit üblicherweise den Kern der Beraterteams gebildet.

Zur Gruppe zählen den Angaben zufolge der Ölmilliardär Harold Hamm, Steven Mnuchin, Chef des Hedgefonds Dune Capital Management, und Hedgefonds-Milliardär John Paulson. Er sei stolz, eine derart erfahrene und talentierte Gruppe von Beratern an seiner Seite zu haben, betonte Trump in einer schriftlichen Erklärung. Der "Washington Post" zufolge könnte die Auswahl der Teammitglieder indessen eine der bisherigen populistischen Kernbotschaften des Republikaners im Wahlkampf untergraben: dass er die Mittelschicht retten will.

Icahn lässt Trump abblitzen

Bei der Zusammenstellung seiner Berater handelte sich Trump allerdings auch die Absage eines Prominenten eingehandelt: Starinvestor Carl Icahn will kein Wirtschaftsberater des Republikaners werden. Icahn erwäge noch immer, eine eigene Lobbygruppe zu gründen und zu finanzieren, sagte sein Justiziar Jesse Lynn. Eine Beratertätigkeit für den Präsidentschaftskandidaten würde dieses Vorhaben behindern.

Am Montag will Trump seine Pläne erläutern, wie das Wachstum in den USA angekurbelt werden kann. Er hatte Icahn immer wieder als Finanzminister ins Spiel gebracht, sollte er die Wahl gewinnen. Der 80-Jährige lehnt dies ab. Icahn kündigte bereits im Oktober an, ein sogenanntes Super PAC (Political Action Committee) gründen und zunächst mit 150 Millionen Dollar ausstatten zu wollen. Er will damit für eine Unternehmenssteuerreform werben.

Der Milliardär macht sich dafür stark, dass US-Firmen Geld aus dem Ausland zu einem günstigeren Steuersatz in ihre Heimat zurückholen dürfen. Damit soll verhindert werden, dass amerikanische Konzerne ihre Sitze in Länder mit niedrigeren Steuern verlagern.

Quelle: n-tv.de, jki/rpe/dpa/rts

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