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Ergebnisse im Überblick UN-Klimakonferenz bringt kleine Fortschritte

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Das Ziel ist, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

dpa

Fast 200 Länder wollen das Pariser Klimaabkommen umsetzen. Nun einigen sie sich im polnischen Kattowitz auf die Einzelheiten, wie sie ihr Ziel erreichen können und welche Regeln für alle gelten. Allerdings bleiben einige Fragen noch offen.

Fast 200 Länder wollen das Pariser Klimaabkommen umsetzen. Nun einigen sie sich im polnischen Kattowitz auf die Einzelheiten, wie sie ihr Ziel erreichen können und welche Regeln für alle gelten. Allerdings bleiben auch Fragen offen.

Bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz ging es um das Kleingedruckte zur konkreten Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Dabei standen die Verhandlungsführer wegen neuer eindringlicher Warnungen aus der Wissenschaft unter besonderem Handlungsdruck. Nach mehrmaliger Verlängerung der Verhandlungen erzielten die fast 200 Teilnehmerstaaten schließlich folgende Einigungen:

Konferenz erkennt 1,5-Grad-Bericht an

Die Verhandlungen standen unter dem Eindruck des alarmierenden 1,5-Grad-Berichts, den der Weltklimarat IPCC Anfang Oktober veröffentlicht hatte. Demnach drohen bei einer Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau verheerende Folgen. Derzeit steuert die Erde auf eine Erwärmung von drei Grad zu.

Neben Umweltschützern drangen in Kattowitz daher vor allem die vom Klimawandel besonders bedrohten Inselstaaten darauf, den IPCC-Bericht zu "begrüßen" und ihn damit zur Handlungsgrundlage der internationalen Klimapolitik zu machen. Insbesondere die USA und Saudi-Arabien wollten den 1,5-Grad-Bericht aber lediglich "zur Kenntnis" nehmen. Der Kompromiss im Beschlusstext lautet nun, dass die Konferenz den wissenschaftlichen Input des IPCC "anerkennt", dem Weltklimarat "Wertschätzung und Dankbarkeit" für den Sonderbericht ausspricht und dazu "einlädt", den Bericht bei den Klimaverhandlungen zu "nutzen".

Kein allgemeines Bekenntnis bei nationalen Klimaschutzzusagen

Im Zusammenhang mit der 1,5-Grad-Debatte wurden auch die Forderungen lauter, die nationalen Klimaschutzziele schneller nachzubessern. Mehr als 160 Länder haben solche Ziele bereits formuliert. Sie können an ihnen festhalten oder nachbessern, wenn 2020 alle Staaten nationale Klimaschutzziele vorlegen müssen.

Zur Nachbesserung hatte sich die sogenannte High Ambition Coalition aus Vertretern verschiedener Industrie- und Entwicklungsländer, darunter Bundesumweltministerin Svenja Schulze, in Kattowitz bekannt. Im Abschlusstext der Konferenz ist aber keine solche Zusage von allen enthalten. Er betont lediglich "die Dringlichkeit höherer Ambition".

Transparenz: (Fast) gleiche Regeln für alle

Vordringlichste Aufgabe der Unterhändler in Kattowitz war die Fertigstellung des sogenannten Regelbuchs zur konkreten Umsetzung des Pariser Abkommens. Da das Abkommen auf freiwilligen nationalen Klimaschutzzusagen beruht, ist es entscheidend, dass die Länder transparent und nach gleichen Maßstäben über ihre Anstrengungen und Fortschritte berichten.

Einige Entwicklungs- und Schwellenländer hatten geltend gemacht, dass ihnen dazu die Ressourcen und die Infrastruktur fehlten. Die Industrieländer beharrten aber auf dem Prinzip des Pariser Abkommens, dass es für sie wie für Entwicklungs- und Schwellenländer gleichermaßen gilt. Als Kompromiss berichten die reichen Länder nun ab 2022 nach den neuen, strengen Richtlinien und die ärmeren Länder erst ab 2024.

Mehr Planungssicherheit für Entwicklungsländer

Im Pariser Abkommen wurde vereinbart, dass die Industrieländer die Entwicklungsländer bei der Verringerung ihrer Emissionen und der Anpassung an den Klimawandel finanziell unterstützen. Im Regelbuch wurde nun festgeschrieben, dass diese Hilfen für die Empfänger "vorhersehbar" sein müssen und die Industrieländer ab 2020 alle zwei Jahre über Umfang und Art ihrer Finanzhilfen Bericht erstatten.

Die Entwicklungsländer hatten sich von Kattowitz überdies Klarstellungen versprochen, wie die Industriestaaten ihre Zusage einlösen wollen, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar an Klimafinanzierung bereitzustellen. Bis auf Deutschlands Ankündigung, seinen Beitrag für den Grünen Klimafonds auf 1,5 Milliarden Euro zu verdoppeln, brachte Kattowitz aber keine größeren neuen Zusagen.

Hilfe für die Opfer der Erderwärmung

Der Umgang mit dem Thema hatte am Ende der Konferenz für Empörung gesorgt. Im Text zur globalen Bestandsaufnahme der nationalen Klimaschutzmaßnahmen, die ab 2023 alle fünf Jahre stattfinden soll, war der Umgang mit den klimabedingten Verlusten und Schäden in den Entwicklungsländern zunächst in eine Fußnote gerutscht. Nun enthält der Haupttext den Aufruf, sich um das Thema zu kümmern. Wie die Finanzierung sichergestellt werden soll, wurde trotz des Drängens der ärmsten Länder allerdings nicht geklärt.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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