Politik

"Erhebliche Störung der Pläne" US-Armee tötet afghanischen IS-Anführer

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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben den lokalen Anführer der Terrormiliz IS in Afghanistan getötet.

(Foto: imago/StockTrek Images)

Die Regierung der USA vermeldet einen weiteren Erfolg im Kampf gegen den Terror. Bei einem Militärschlag werden sowohl der regionale Anführer Abu Sajed, als auch mehrere Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat in Afghanistan getötet.

Bei einem Angriff der US-Streitkräfte auf das Hauptquartier des Islamischen Staats (IS) in der afghanischen Provinz Kunar ist mit Abu Sajed der regionale Anführer getötet worden. Das bestätigte das Pentagon. Neben Sajed wurden bei der bereits Anfang der Woche durchgeführten Offensive auch weitere Mitglieder des Terrornetzwerks getötet. Pentagon-Sprecherin Dana White sagte, dass Sajeds Tod "eine erhebliche Störung der Pläne des IS" darstelle, was die deren Ausbreitung in Afghanistan angehe.

Sajed hatte erst kürzlich die Nachfolge des Ende April getöteten regionalen IS-Anführers Abdul Hasib angetreten. Hasib war nach afghanischen Angaben bei einem Einsatz von Spezialkräften in der östlichen Provinz Nangarhar getötet worden. Er galt als Drahtzieher des Anschlags auf das größte afghanische Militärkrankenhaus im März mit mindestens 50 Toten.

Der IS ist erst seit 2015 in Afghanistan aktiv und soll dort nie mehr als 3000 Kämpfer gehabt haben. Die Aktivitäten der Terrorgruppe beschränkten sich vorwiegend auf die Provinzen Nangarhar und Kunar. Amerikanische und afghanische Streitkräfte fliegen seit Monaten schwere Luftangriffe auf IS-Stellungen.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/rts/dpa