Politik

Greifen Kurden in den Krieg ein?US-Bürger sollen Irak sofort verlassen

04.03.2026, 21:38 Uhr
00:00 / 02:56
Attempted-strike-on-U-S-Base-intercepted-in-Erbil-ERBIL-IRAQ-FEBRUARY-28-Projectiles-including-missiles-or-unmanned-aerial-vehicles-targeting-the-U-S-base-located-at-Erbil-International-Airport-are-neutralized-on-February-28-2026-in-Erbil-Iraq-Ahsan-Mohammed-Ahmed-Ahmed-Anadolu-Erbil-Iraq-Editorial-use-only-Please-get-in-touch-for-any-other-usage
Angriff auf eine US-Basis am Flughafen Erbil in Kurdistan-Irak. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Auch der Irak wird vom Iran attackiert. Neben Bagdad ist der kurdisch geprägte Teil im Visier Teherans. Die USA rufen ihre Bürger zum Verlassen des Landes auf, das derzeit auch noch ein großer Stromausfall plagt. Derweil gibt es einen Bericht über ein mögliches militärisches Eingreifen der Kurden.

Die US-Botschaft in Bagdad hat die eigenen Staatsbürger aufgefordert, den Irak so schnell wie möglich zu verlassen. "US-Bürger im Irak werden nachdrücklich aufgefordert, das Land zu verlassen, sobald sie dazu sicher in der Lage sind", erklärte die Botschaft bei X. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Ausreise gefahrlos möglich sei, sollten sie sich an einem sicheren Ort aufhalten.

Unterdessen war das ganze Land von einem Stromausfall betroffen. Alle Provinzen seien ohne Strom, teilte das für Elektrizität zuständige Ministerium laut der irakischen Nachrichtenagentur INA mit. Nachdem die Ursache zunächst unklar war, teilte das Ministerium später mit, dass ein "plötzlicher Einbruch der Gasversorgung des Kraftwerks Rumaila" in der südlichen Provinz Basra zu einem rapiden Leistungsverlust von 1900 Megawatt geführt und den Stromausfall verursacht habe. Es werde daran gearbeitet, die Stromversorgung schrittweise wiederherzustellen.

Aus Sicherheitskreisen verlautete, nahe des Flughafens von Bagdad seien Drohnen abgeschossen worden. Aus der Nähe des Flughafens Erbil im Nordirak berichteten AFP-Journalisten von Explosionen. Dort wurden in den vergangenen Tagen mehrfach Drohnen abgefangen. In Erbil befinden sich nicht nur US-Truppen, sondern auch ein US-Konsulat. Es ist die Hauptstadt der kurdisch geprägten autonomen Region Kurdistan im Irak. Sie grenzt an den Iran.

USA wollen angeblich Hilfe von Kurden

Der US-amerikanische Geheimdienst CIA will laut einem Bericht von CNN kurdische Streitkräfte bewaffnen, um einen Volksaufstand im Iran anzuzetteln. Wie der Sender unter Berufung auf mehrere mit dem Plan vertraute Personen schrieb, führt die Trump-Regierung Gespräche mit iranischen Oppositionsgruppen und kurdischen Führern im Irak über die Bereitstellung militärischer Unterstützung. Das Weiße Haus dementierte, dass Trump der Bewaffnung kurdischer Gruppen zugestimmt habe.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sind seit dem Wochenende mehr als 17.500 US-Bürger aus dem Nahen Osten zurückgekehrt. Die USA und Israel hatten nach wochenlangen Drohungen am Samstag einen Großangriff auf den Iran gestartet. Als Reaktion greift der Iran seither Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region an.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

KurdistanKriege und KonflikteIranIrakIran-Konflikt