Politik

Wahl des Repräsentantenhauses US-Demokraten behalten ihre Mehrheit

Es ist keine Überraschung: Bei den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten, die parallel zur Präsidentenwahl verlaufen, können die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen. Auch im Senat gelingt ihnen ein Erfolg. Die Republikaner haben derweil ein neues Sorgenkind.

Die Demokraten haben nach einer Hochrechnung des TV-Senders Fox News bei der US-Wahl wie erwartet ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt. Spannender blieb es in der Nacht zunächst bei der zweiten Kongresskammer, dem Senat. Dort jagte der Demokrat John Hickenlooper Edison Research zufolge dem republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner den Sitz ab. Bislang haben die Republikaner im Senat eine knappe Mehrheit von 53 der 100 Sitze.

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Vor der Wahl galten 14 Sitze als umkämpft, daher könnte das Ergebnis noch eine Weile unklar sein. Mit der Kontrolle des ganzen Kongresses könnten die Demokraten auch bei einem Sieg von Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentenwahl die Politik des Republikaners zum großen Teil blockieren. Neben dem Präsidenten stehen auch das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats zur Wahl.

Indes werden sich die Republikaner im Repräsentantenhaus künftig mit einer Unterstützerin der Verschwörungstheorie QAnon in ihren Reihen auseinandersetzen müssen. Die Kandidatin Marjorie Taylor Greene gewann erwartungsgemäß einen Sitz im Bundesstaat Georgia. Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe.

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Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden. Mehrere führende Politiker der Republikaner haben die QAnon-Theorien verurteilt. Präsident Donald Trump tat sich bei mehreren Gelegenheiten schwer damit - und unterstützte Greene ausdrücklich.

Im Repräsentantenhaus, das komplett zur Abstimmung steht, halten die Demokraten bislang eine Mehrheit von 232 der 435 Sitze. Für die Mehrheit sind 218 Stimmen nötig. Zunächst konnten die Demokraten in den prognostizierten Ergebnissen einen Sitz dazugewinnen.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/rts

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