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Zwei Auto-Insassen verletztUS-Grenzschutzbehörde schießt bei Kontrolle in Portland

09.01.2026, 08:50 Uhr
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Zwei Menschen wurden beim Einsatz der Grenzschutzbehörde in Portland verletzt. (Foto: AP)

In den USA fallen bei einem Behördeneinsatz erneut Schüsse. Diesmal sind es Beamte von der Grenzschutzbehörde. Zwei Menschen werden verletzt. Der Heimatschutzbehörde zufolge haben die Opfer Verbindungen zu Gangs aus Venezuela.

In der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon haben Beamte einer Bundesbehörde zwei Menschen durch Schüsse verletzt. Nach Darstellung des US-Heimatschutzministeriums hielten Angehörige der Grenzschutzbehörde in dem neuen Fall ein Fahrzeug für eine gezielte Kontrolle an. Die Person am Steuer habe versucht, die Beamten zu überfahren, hieß es auf X. Einer der Beamten habe aus Selbstverteidigung einen Schuss abgegeben, während das Fahrzeug wegfuhr.

Nach Angaben der Polizei von Portland wurden zwei Insassen des Wagens - ein Mann und eine Frau - danach mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zu ihrem Zustand gab es keine Angaben. Das Heimatschutzministerium sprach von einer Verbindung der beiden zur venezolanischen Gang Tren de Aragua. Die Polizei in Portland teilte mit, nicht in den Vorfall verwickelt gewesen zu sein.

Einem Bericht des Senders ABC News zufolge führt das FBI die Ermittlungen. Der Polizeichef von Portland, Bob Day, bat die Bevölkerung, ruhig zu bleiben: "Wir verstehen die erhöhte Emotionalität und Anspannung, die viele angesichts der Schüsse in Minneapolis empfinden, aber ich bitte die Bevölkerung, ruhig zu bleiben, während wir daran arbeiten, mehr zu erfahren."

Am Mittwoch war eine Frau bei einem Einsatz von US-Einwanderungsbeamten in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota, erschossen worden. Die Darstellungen der US-Regierung und lokaler Behörden zum Hergang des Vorfalls widersprechen sich. Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach von Notwehr und warf der Frau "inländischen Terrorismus" vor. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Frau habe den Beamten überfahren.

Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, wies dies jedoch als "völligen Unsinn" zurück und berief sich auf Videos von Augenzeugen. Darin ist zu sehen, wie ein Beamter drei Schüsse auf das Auto der Frau abgibt, während es an ihm vorbeizufahren scheint. Der Vorfall ereignete sich im Zuge einer von Präsident Trump angeordneten Aktion gegen Einwanderung, für die 2000 Bundesbeamte in die Region Minneapolis entsandt wurden. Bei der Getöteten handelt es sich um eine 37-jährige US-Bürgerin und Mutter von drei Kindern.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts/AFP

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