Politik

Revolutionsgarde bedrängt TankerUS-Kampfjet schießt iranische Drohne nahe Flugzeugträger ab

03.02.2026, 19:18 Uhr
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Zwei US-Kampfjets vom Typ F-35C während einer Übung. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen zu. Nach Angaben aus Washington schießt ein US-Kampfjet eine iranische Drohne ab. Zuvor bedrängen Boote der Revolutionsgarde einen amerikanischen Tanker in der Straße von Hormus.

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C habe die iranische Drohne abgeschossen, nachdem diese sich dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert habe, teilte ein Militärsprecher in Washington mit. Der Abschuss sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen, sagte der Sprecher des US-Kommandos für den Nahen Osten (Centcom), Tim Hawkins. Die iranische Drohne vom Typ Shahed-139 habe "trotz deeskalierender Maßnahmen der US-Streitkräfte weiter auf das Schiff zugesteuert". Laut iranischen Angaben ist die Shahed-139 in der Lage, Aufklärungs- und Kampfmissionen mit einer Einsatzdauer von 24 Stunden durchzuführen.

Zuvor hatten sich Schiffe der iranischen Revolutionsgarden nach Angaben einer britischen maritimen Sicherheitsfirma in der Straße von Hormus einem US-Öltanker genähert. Sechs kleine Kriegsschiffe der Revolutionsgarde hätten sich dem unter US-Flagge fahrenden Tanker "Stena Imperative" etwa 16 Seemeilen nördlich des Oman genähert, erklärte die Sicherheitsfirma Vanguard Tech.

Die iranischen Schiffe hätten den Tanker per Funk kontaktiert und den Kapitän angewiesen, "die Motoren auszuschalten" und sich darauf vorzubereiten, angehalten und überprüft zu werden. Der Tanker erhöhte laut der Sicherheitsfirma daraufhin seine Geschwindigkeit, hielt Kurs und wies darauf hin, nicht in iranische Gewässer zu fahren. Der Tanker werde nun von einem US-Kriegsschiff begleitet, hieß es weiter. Zuvor hatte bereits die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) über den Vorfall berichtet, ohne die Nationalität des Tankers noch der anderen Schiffe zu nennen.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars dementierte "jeglichen Sicherheitsvorfall". Das Schiff, dessen Nationalität die Nachrichtenagentur nicht nannte, sei "widerrechtlich" durch die Straße von Hormus und iranische Gewässer gefahren. "Es ist daraufhin gewarnt worden und hat die iranischen Gewässer sofort verlassen."

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatten sich bereits zum Jahreswechsel verschärft. Grund war die gewaltsame Niederschlagung der Proteste im Iran mit Tausenden Toten. Ende Januar drängte US-Präsident Donald Trump den Iran dann zu neuen Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes und drohte andernfalls mit militärischer Gewalt. Vor diesem Hintergrund verlegten die USA unter anderem den Flugzeugträger "Abraham Lincoln" in die Region.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Katherine Leavitt, stellte nach dem Drohnenabschuss klar, dass die Atomgespräche mit dem Iran "nach derzeitigem Stand weiterhin geplant" seien. Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff wolle im Laufe der Woche mit iranischen Verantwortlichen zusammentreffen. Präsident Trump habe allerdings mehrere Optionen, und eine davon sei militärische Gewalt, bekräftigte Leavitt im Sender Fox News. Medien berichteten am Abend über ein Treffen von Witkoff mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Israel. Demnach geht es um die Abstimmung von Positionen vor Witkoffs Verhandlungen mit Teheran.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean. Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird über diese Handelsroute transportiert. In der vergangenen Woche hatte ein Vertreter der Seestreitkräfte der Revolutionsgarde - dem ideologischen Arm des iranischen Militärs - damit gedroht, die Wasserstraße im Falle eines US-Angriffs zu blockieren.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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