Politik

Spezialeinsatz in Syrien US-Kommando tötet IS-Anführer

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Wenn US-Soldaten - hier bei einer Übung in Jordanien - hinter den Linien in Syrien eingreifen, bleibt das gewöhnlich geheim.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mitten im IS-Gebiet in der syrischen Provinz Deir Essor landet ein US-Spezialkommando. Der Auftrag: Ranghohe IS-Mitglieder gefangen nehmen oder töten sowie Informationen sammeln. Das Pentagon sagt nur so viel: Der Einsatz sei "erfolgreich" gewesen.

Soldaten der internationalen Anti-IS-Koalition haben nach US-Angaben mehrere Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien getötet. Der Einsatz einer US-Spezialeinheit in der östlichen Provinz Deir Essor sei "erfolgreich" gewesen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums im Washington.

Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, wonach 25 Dschihadisten getötet worden seien, nannte er "stark übertrieben". Nach Angaben des Pentagon-Sprechers diente der Einsatz auch dazu, Informationen für weitere Angriffe auf die IS-Miliz zu sammeln. 

Der Beobachtungsstelle zufolge erhielten die Einsatzkräfte bei ihrer anderthalbstündigen Operation Unterstützung von mindestens vier Militärhubschraubern. Demnach hätten die US-Soldaten die Leichen der Getöteten mitgenommen sowie mehrere IS-Kämpfer gefangen genommen. Laut einem Kommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), einer von Washington unterstützten arabisch-kurdischen Allianz, zielte der Angriff auf mehrere Fahrzeuge, in denen ranghohe IS-Kämpfer saßen. 

Die ölreiche Provinz Deir Essor an der Grenze zum Irak wird zu großen Teilen vom IS kontrolliert. Die syrischen Regierungstruppen kontrollieren lediglich einen Teil der Provinzhauptstadt gleichen Namens. In den vergangenen Monaten waren im Irak und in Syrien eine ganze Reihe wichtiger Kommandeure der IS-Miliz bei gezielten Luftangriffen getötet worden.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa