Politik

Spannungen mit dem Iran US-Luftfahrtbehörde mahnt zur Vorsicht

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Die USA haben den Flugzeugträger "Abraham Lincoln" in die Region entsandt (Archivbild).

(Foto: dpa)

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran befinden sich auf einem Tiefpunkt, inklusive militärischer Machtdemonstrationen. Die US-Luftfahrtbehörde warnt deshalb zur Vorsicht bei Flügen über der Golfregion. Auch Exxon Mobil reagiert auf die angespannte Lage.

Die US-Luftfahrtbehörde hat amerikanische Fluggesellschaften angesichts der Spannungen im Nahen Osten vor möglichen Gefahren gewarnt. Bei Flügen über dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gelte es, Vorsicht walten zu lassen, da es "verstärkte militärische Aktivitäten und erhöhte politische Spannungen" in der Region gebe, hieß es in einer Mitteilung der Luftfahrtbehörde FAA.

Diese Aktivitäten könnten ein Risiko für Fluggesellschaften darstellen, da es zu Fehlinterpretationen kommen könne. Flugzeuge, die das Gebiet überfliegen, könnten zudem "unbeabsichtigten" GPS- und Kommunikationsstörmaßnahmen ausgesetzt sein, hieß es in der Mitteilung weiter, die die FAA am Donnerstag herausgegeben hatte.

Die USA hatten Teheran vorgeworfen, Angriffe auf US-Truppen in der Golfregion zu planen, und hatten Kriegsschiffe und Langstreckenbomber dorthin verlegt. Außerdem zogen sie große Teile ihres diplomatischen Personals aus dem Irak ab. Betroffen waren die US-Botschaft in Bagdad und das Konsulat in Erbil.

Auch die Wirtschaft reagiert auf die Entwicklung: Der US-amerikanische Energiekonzern Exxon Mobil zieht 50 Mitarbeiter von einem der größten Ölfelder im Irak ab. Die Mitarbeiter hätten ab Samstagfrüh begonnen, das Ölfeld West Kurna 1 nahe der Stadt Basra zu verlassen, hieß es aus Kreisen des Unternehmens.

Bahrein warnt seine Bürger

Der Betrieb des Ölfelds sei nicht gestört und werde von örtlichen irakischen Technikern aufrechterhalten. Offiziell äußerte sich das Unternehmen nicht zu dem Vorgang.

Die Golfmonarchie Bahrain forderte unterdessen ihre Bürger aus Sicherheitsgründen auf, unverzüglich den Irak und den Iran zu verlassen. Aufgrund der instabilen Lage und der zunehmenden Spannungen in der Region warnte das Außenministerium Bahrains in einer Mitteilung vor Reisen in die beiden Länder.

Der Iran hatte vor einer Woche angekündigt, sich nicht mehr an einzelne Vereinbarungen aus dem Atomabkommen halten zu wollen. Die USA waren bereits vor einem Jahr aus dem mühsam ausgehandelten Abkommen ausgestiegen. Seitdem setzen sie den Iran verstärkt unter Druck. In der vergangenen Woche meldeten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Sabotageakte und Angriffe auf eine Ölpipeline und Tankschiffe. Die USA vermuten dahinter den Iran.

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Quelle: n-tv.de, mli/dpa/AFP

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