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Fünf Tote, viele VerletzteUS-Militär ist offenbar für tödlichen Angriff auf Hochzeit im Iran verantwortlich

03.09.2026, 16:13 Uhr
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Ein Foto aus der Luft zeigt die Schäden an einem der Gebäude in Kuhestak. (Foto: picture alliance / SIPA)

Die USA greifen am Dienstag wieder Ziele an der iranischen Küste an. Dabei trifft eine Bombe offenbar eine Hochzeitsfeier und sorgt für viel Leid. Das US-Militär betont, man ziele nicht auf Zivilisten. Eine Analyse der "New York Times" kommt zu einem eindeutigen Schluss.

Laut einem Waffenexperten und einer Video-Analyse der "New York Times" ist das US-Militär für den Angriff auf eine Hochzeit im Süden des Iran verantwortlich, bei dem am Dienstag nach iranischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet und weitere 67 Hochzeitsgäste verletzt wurden. Ein Augenzeuge berichtete laut der Zeitung, dass die meisten der Verletzten Frauen und Kinder waren.

Ein Video von den unmittelbaren Folgen des Angriffs zeigt eine chaotische Szene, in der Anwohner zwischen beschädigten Gebäuden hin und her eilen, während Rettungskräfte offenbar mit einem Schlauch hantieren. Auf dem Boden sind Trümmerteile zu sehen. Die Zeitung bestätigte nach eigenen Angaben den genauen Drehort des Videos, dessen Merkmale demnach mit Satellitenbildern der Gegend übereinstimmen, und dass das Video am Dienstagabend aufgenommen wurde.

Die Hochzeit fand in der Hafenstadt Kuhestak statt, die in der Nähe der Straße von Hormus liegt. Nach Angaben des US-Militärs griffen die amerikanischen Streitkräfte am Dienstag nach iranischen Angriffen auf US-Schiffe Kommunikationsanlagen sowie weitere Einrichtungen an, die von den iranischen Streitkräften betrieben würden.

Laut "New York Times" wurde dabei ein großer Kommunikationsturm in der Nähe des Hafens der Stadt Kuhestak getroffen. Ein weiterer Angriff habe rund 140 Meter von dem Turm entfernt ein Gebäude in dem Wohngebiet getroffen, in dem auch die Hochzeit stattfand. Dies geht dem Bericht zufolge aus Aussagen mehrerer Anwohner, lokaler Behördenvertreter sowie Videos hervor, die von Zeugen veröffentlicht und von der Zeitung verifiziert wurden.

Journalisten der "New York Times" trugen Videos von Waffenresten zusammen, die nach den Angriffen auf Kuhestak aufgenommen worden waren, und leiteten sie an Trevor Ball weiter, der früher als Sprengstoffexperte der US-Armee arbeitete und mittlerweile Analyst bei Armament Research Services ist. Ball identifizierte die Reste als Bestandteile einer Gleitbombe, die vom US-Zentralkommando eingesetzt, von den iranischen Streitkräften jedoch nicht verwendet wird.

Das US-Militär erklärte am Mittwoch, dass es "niemals Zivilisten ins Visier" nehme. Berichte über den tödlichen Einschlag bei der Hochzeitsfeier dementierte ein Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom aber nicht. Gleich zu Beginn des von Israel und den USA am 28. Februar begonnenen Kriegs sorgte bereits ein Angriff auf eine Mädchenschule im Iran für Aufsehen und Entsetzen. Dabei kamen unter anderem rund 170 Schülerinnen ums Leben. Unabhängige Recherchen kamen zu dem Schluss, dass die USA für den Angriff verantwortlich sind.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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