Politik

"Vernichtend, ohne Gnade"US-U-Boot versenkt iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka

04.03.2026, 16:11 Uhr
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verkündet den Angriff auf die iranische Fregatte im Pentagon. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der Iran-Konflikt wird zunehmend auch außerhalb des Nahen Ostens ausgetragen. Im Indischen Ozean versenkt die US-Marine laut Minister Hegseth das "Vorzeigeschiff" des Iran. Laut sri-lankischen Behörden können einige 30 Besatzungsmitglieder gerettet werden, Dutzende sterben aber.

Das US-Militär hat ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas angegriffen und versenkt. Ein U-Boot des Militärs habe ein iranisches Kriegsschiff im Indischen Ozean versenkt, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt. Die Behörden in Sri Lanka teilten mit, es seien 32 Menschen gerettet worden, die an Bord des iranischen Schiffes gewesen seien. Mindestens 80 Besatzungsmitglieder seien getötet und ihre Leichen nach dem Untergang des Schiffes geborgen worden, sagte Vize-Außenminister Arun Hemachandra dem Sender Ada Derana. Dutzende Crewmitglieder werden zudem noch vermisst.

Die sri-lankische Regierung hatte zuvor von mindestens 180 Personen an Bord des iranischen Schiffes "IRIS Dana" gesprochen. Von ihnen seien 32 bei einem gemeinsamen Bergungseinsatz der sri-lankischen Marine und der Luftwaffe vor der Südwestküste des Landes gerettet worden. Das Schiff war demnach in internationalen Gewässern unterwegs. Das Schiff befand sich laut Hemachandra von Indien auf der Rückfahrt in den Iran. In Indien hatte es an einer Flottenschau teilgenommen. 

Die Raketenkorvette, die nach Angaben der US-Streitkräfte am Dienstagabend versenkt wurde, gehört zur Klasse "Shahid Soleimani". Hegseth nannte es das "Vorzeigeschiff" des Iran. Der Verteidigungsminister sagte zudem, die iranische Luftwaffe und Marine seien zerstört worden. "Die iranische Marine ruht auf dem Grund des Persischen Golfs", sagte Hegseth. "Amerika gewinnt, entschlossen, vernichtend und ohne Gnade". Es sei der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg.

Zuvor war bekannt geworden, dass es auf der Fregatte "IRIS Dena" zu einer Explosion gekommen war. Die sri-lankischen Behörden hätten jedoch zunächst nichts über die Ursache der Explosion gesagt, berichtete die sri-lankische Zeitung "Daily Mirror" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Sri Lankas Außenminister Vijitha Herath bestätigte im Parlament lediglich den Einsatz, nannte aber keine Details zu möglichen Todesopfern. Die Marine habe um 6.00 Uhr morgens auf einen Notruf reagiert und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Mindestens 30 Menschen seien von den Streitkräften gerettet worden, Sri Lanka werde angemessene Maßnahmen ergreifen.

Lokalen Medienberichten zufolge hatte das Schiff vor der Küste der Stadt Galle im Süden des Landes Notsignale gesendet. Die Verletzten seien in eine Klinik der Stadt gebracht worden. 

Quelle: ntv.de, fth/dpa/DJ/rts

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