US-Wahl 2020

Höchstwert von 2008 übertroffen Biden bricht Obamas Stimmenrekord

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Ein Bild aus Zeiten vor Corona: Barack Obama und sein ehemaliger Vizepräsident Joe Biden.

(Foto: imago images/Cinema Publishers Collection)

Unabhängig davon, wie der Kampf um das Präsidentenamt in den USA am Ende ausgehen wird: Joe Biden hat bereits jetzt einen besonderen Rekord gebrochen. Bei keiner US-Wahl wurden jemals so viele Stimmen für einen Kandidaten abgegeben.

Bei den absoluten Stimmen für die Präsidentschaftswahl in den USA hat der demokratische Kandidat Joe Biden den bisherigen Höchstwert übertroffen, den Barack Obama bei der Wahl 2008 aufgestellt hat. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP, der "New York Times" und weiterer Medien kam Obamas ehemaliger Vizepräsident auf mehr als 70 Millionen Stimmen. Für Obama stimmten bei seiner ersten Wahl 2008 rund 69,5 Millionen Amerikaner.

Die absolute Zahl der Stimmen ist nicht entscheidend für das von den Mehrheiten in den Einzelstaaten bestimmte Rennen um das Weiße Haus. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Sieger einer Präsidentschaftswahl weniger absolute Stimmen erzielt als der unterlegene Kandidat. Entscheidend ist, wer sich die meisten Wahlleute in den Bundesstaaten sichern kann. Nach dem vorläufigen Auszählungsstand vom Mittwochabend europäischer Zeit hat Trump rund drei Millionen weniger an absoluten Stimmen als Biden. Die Auszählung der Stimmen dauert weiter an.

Nach Erhebungen von AP dürfte die Wahlbeteiligung voraussichtlich klar höher sein als vor vier Jahren. Damals nahmen 139 Millionen Bürgerinnen und Bürger an der Wahl teil. Deutlich höhere Wahlbeteiligungen wurden unter anderem aus Florida, North Carolina, Georgia und Texas gemeldet. Bereits vor der Wahl am Dienstag machten mehr als 100 Millionen Wähler von unterschiedlichen Möglichkeiten Gebrauch, ihre Stimme vorzeitig abzugeben. Ein Grund war vermutlich angesichts der raschen Ausbreitung der Corona-Pandemie die Angst vor der Infektionsgefahr bei persönlicher Stimmabgabe.

Quelle: ntv.de, hek/dpa