Politik

Konflikt in der Ostukraine USA: Separatisten drangsalieren OSZE

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OSZE-Patrouille in Kramatorsk (Ukraine).

(Foto: picture alliance / Rainer Jensen)

Die Beobachter der OSZE sind in der Ostukraine Gewalt und Einschüchterungen ausgesetzt, behaupten die USA. Verantwortlich dafür seien pro-russische Separatisten. Russland solle daher seinen Einfluss gelten machen, heißt es aus Washington.

Die USA haben den pro-russischen Separatisten in der Ostukraine "Gewalt und Drangsalierung" von OSZE-Beobachtern vorgeworfen. Washington sei angesichts der Lage vor Ort "zutiefst beunruhigt", sagte Außenamtssprecherin Heather Nauert. Die Rebellen würden von Russland "dirigiert, finanziert und trainiert".

Ab Samstag soll eine unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vereinbarte Waffenruhe gelten. "Wir rufen Russland auf, seinen Einfluss geltend zu machen, um diese Kampagne der Einschüchterung zu beenden und den OSZE-Beobachtern entsprechend der Zusage freien, vollständigen und sicheren Zugang zu gewähren", sagte die US-Außenamtssprecherin.

Am Dienstag hatte die OSZE-Mission mitgeteilt, zwei ihrer Beobachter seien 16 Kilometer nordöstlich von Donezk von unbekannten Bewaffneten beschossen worden. Verletzte gab es demnach nicht.

In der Ostukraine gab es schon zahlreiche Waffenruhen, die aber nie lange Bestand hatten. Zwischen dem 15. Februar und dem 15. Mai seien 36 Zivilisten getötet und 157 weitere verletzt worden, hieß es in einem Bericht der UN-Mission zur Überwachung der Menschenrechte in der Ukraine (HRMMU), der Mitte Juni veröffentlicht wurde. Seit Beginn des Konfliktes im April 2014 stieg die Zahl der Getöteten auf mehr als 10.000.

Quelle: ntv.de, kst/AFP