Politik

Nordkorea-Sanktionen USA beantragen Hafenverbote

0e364fc22bc4256521bc63fb0d9d9c5f.jpg

Aufbringen eines nordkoreanischen Schiffes durch japanische Sicherheitskräfte im Ostchinesischen Meer.

(Foto: dpa)

Die USA ziehen die Sanktionsschrauben gegen Nordkorea weiter an. So sollen 33 Schiffe, 19 davon aus Nordkorea, auf die Liste gesetzt werden. Wenn kein UN-Sicherheitsratsmitglied dagegen protestiert, treten die Sanktionen am Freitag in Kraft.

Die USA haben den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, im Zuge der Sanktionen gegen Nordkorea ein weltweites Hafenverbot für 33 Schiffe zu verhängen. Der Antrag fordert das Komitee für die Nordkorea-Sanktionen zudem auf, 27 Schifffahrts- und Handelsunternehmen auf die Sanktionsliste zu setzen. Japan schloss sich dem US-Antrag teilweise an, forderte allerdings nur Hafenverbote für drei Schiffe.

Das Finanzministerium in Washington hatte am Freitag neue Sanktionen gegen Schiffe und Unternehmen angekündigt. Präsident Donald Trump sprach von den "härtesten Sanktionen, die jemals gegen ein Land verhängt worden sind".

Die Sanktionen treten automatisch in Kraft, wenn bis zum kommenden Freitag kein Mitglied des UN-Sicherheitsrats dagegen protestiert - auch nicht Nordkoreas Verbündeter China. Bislang wurden im Zuge der Nordkorea-Sanktionen Hafenverbote für acht Schiffe verhängt.

Von den 33 Schiffen, die nun auf die Sanktionsliste gesetzt werden sollen, stammen 19 aus Nordkorea. Die meisten der Tanker, Handels- und Frachtschiffe werden verdächtigt, durch das heimliche Umladen von Öl die Sanktionen zu umgehen. 13 weitere Schiffe stammen aus Ländern in Afrika, Südamerika und der Karibik, ein Schiff fährt unter der Flagge Chinas. Es soll im August im Hafen Nampo nordkoreanische Kohle geladen haben.

China protestiert

Der UN-Sicherheitsrat hat mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogramm verhängt. Allein im vergangenen Jahr wurde die Sanktionsschraube gegen Pjöngjang fünf Mal angezogen. Die Strafmaßnahmen betreffen unter anderem den Handel mit Ölprodukten, Kohle, Eisen, Blei und Textilien.

Derweil hat die Regierung in Peking die neuen US-Sanktionen gegen chinesische Firmen wegen illegalen Handels mit Nordkorea verurteilt. China lehne die einseitigen Strafmaßnahmen entschieden ab, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Washington müsse sein Fehlverhalten "umgehend" stoppen, um der Zusammenarbeit beider Länder nicht zu schaden. China werde "niemals zulassen", dass sich chinesische Bürger oder Unternehmen an Verstößen gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats beteiligten, versicherte der Sprecher.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

Mehr zum Thema