Zwei Tote gemeldetUSA greifen angebliches Drogenboot im Pazifik an

Seit der Entführung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die USA haben die Angriffe auf angebliche Drogenboote nachgelassen. Nun melden die Vereinigten Staaten aber eine weitere Attacke.
Das US-Militär hat bei einem erneuten Angriff auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot im östlichen Pazifik zwei Menschen getötet. Das Boot sei von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden und auf einer bekannten Route von Drogenschmugglern unterwegs gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) auf X mit. Die Angaben zu dem Vorfall ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
US-Streitkräfte greifen unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse seit Anfang September immer wieder Schnellboote an, die mit Rauschgift beladen sein sollen. Mehr als 100 Menschen wurden dabei nach offiziellen Angaben getötet - die US-Regierung bezeichnet sie stets als Drogenschmuggler und "Terroristen". Experten kritisieren die Angriffe als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Vor knapp zwei Wochen hatten die USA im östlichen Pazifik ebenfalls zwei Menschen bei einem Angriff auf ein angebliches Drogenboot getötet. Eine Person habe überlebt, hieß es. Es handelte sich um den ersten offiziell bekannten Angriff der USA auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot seit dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro.
Dass die USA von ihrem Vorgehen abrücken werden, lässt sich bislang nicht absehen - auch wenn es in den vergangenen Wochen weniger Angriffe gab. In der jüngst veröffentlichten nationalen Verteidigungsstrategie der Regierung von US-Präsident Donald Trump wird das militärische Vorgehen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler als Priorität ausgewiesen.