Politik

Stärkere Präsenz im Mittelmeer USA stationieren 24 Kampfjets auf Kreta

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Zehn Tarnkappenjets der US-Luftwaffe vom Typ F-35 sollen verlegt werden.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Washington stärkt seine Präsenz im Mittelmeer. In Absprache mit Athen schicken die USA 24 Militärflugzeuge und 500 Techniker und Piloten nach Kreta. Von dort kann die US-Luftwaffe auch über dem Schwarzen Meer operieren.

Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Präsenz im östlichen Mittelmeer. Bis Ende Juli sollen zehn Tarnkappenjets der US-Luftwaffe vom Typ F-35 und 14 F-15 Kampfbomber auf einen Stützpunkt auf Westkreta (Souda Bay) verlegt werden - zusammen mit rund 500 Piloten und Technikern. Dies berichtete die Athener Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf Kreise des Verteidigungsministeriums in Athen.

Die Stationierung basiert auf einem neuen Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit Griechenlands mit den USA, das am morgigen Donnerstag im Parlament in Athen ratifiziert werden soll. Von Souda Bay aus kann die US-Luftwaffe sowohl in der östlichen Hälfte des Mittelmeeres als auch über dem Schwarzen Meer operieren. Dort gibt es auch einen großen Marinestützpunkt der USA.

Die Ratifizierung ist eine Formalie, faktisch ist das Abkommen bereits in Kraft. Es handelt sich nämlich um die Verlängerung um fünf Jahre eines bereits geltenden Kooperationsabkommens. Es verlängert sich automatisch, wenn keine der Vertragsparteien widerspricht.

Gas-Pipeline im Mittelmeer geplant

Die USA nutzen neben Souda Bay auch zwei Stützpunkte in Mittelgriechenland sowie den Hafen von Alexandroupolis im griechischen Nordosten für die logistische Unterstützung der US-Militäraktivitäten entlang der Grenzen der NATO-Staaten zur Ukraine.

Erst am Montag teilten die USA, Griechenland, Israel und Zypern mit, ihre Zusammenarbeit im östlichen Mittelmeer ausbauen zu wollen. Dies meldeten die vier Staaten nach einer Videoschalte ihrer Außenminister in einer gemeinsamen Erklärung. Als Themenfelder wurden die Bereiche Energie, Klima- und Zivilschutz sowie Terrorismusbekämpfung genannt.

Angesichts des Ukraine-Kriegs denken Griechenland, Israel und Zypern wieder über ein zwischenzeitlich schon aufgegebenes Projekt für eine Gas-Pipeline durchs Mittelmeer nach. Eine 1900 Kilometer lange Pipeline namens EastMed (Ost-Mittelmeer) könnte Gas von Israel über Zypern nach Griechenland und damit in die Europäische Union leiten. Dann könnte es nach Mitteleuropa weitertransportiert werden.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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